Volleyball - Ein spielgemäßes Vermittlungsmodell

Um Volleyball richtig erleben zu können, muss man auch tatsächlich spielen können. Dazu gehören verschiedenste Techniken vom Aufschlag (aus dem Stand oder aus einer Flugbewegung) und dessen Annahme, über das Passspiel (Überkopfpass oder Bagger) sowie das Abwehrspiel (Block- oder Feldabwehr mit verschiedensten Techniken) bis hin zu den verschiedensten Angriffstechniken (einbeiniger oder beidbeiniger Absprung, Schmetterschlag oder Lupfer etc.). Natürlich sind diese Techniken nicht alle in allen Formen des Volleyballspiels gleich bedeutsam, geht es im Kinder- und Jugendtraining wie auch im Schul- und Freizeitsport primär um die Erlernung und Festigung ausgewählter Grundtechniken, die in diesen Aktivitätsformen dominant sind. Aber überall geht es darum, die Spielfähigkeit der Spielerinnen und Spieler zu entwickeln, denn sie ist eine entscheidende Grundvoraussetzung, dass sich tatsächlich ein Spiel entwickeln kann. Und hier geht es nicht ausschließlich um Bewegungstechniken, hier geht es auch um Entscheidungsverhalten und um Individual- und Mannschaftstaktik. Spielsituationen müssen erkannt werden, für die Lösungen sehr schnell und präzise entwickelt und praktisch umgesetzt werden müssen. Danach ist umgehend wieder Handlungsbereitschaft für die sich anschließende Aktion herzustellen, von der aber noch nicht bekannt ist, welche Anforderungen sie konkret stellen wird. Dieser Struktur des Volleyballspiels insgesamt sowie der verschiedenen "Zieltechniken" muss ein Unterrichts- oder Trainingsprogramm entsprechen. Es geht folglich um die Entwicklung der Wahrnehmung, leistungsrelevanter athletisch-konditioneller Faktoren (wie Rumpfstabilität, Schnell- und Explosivkraft, aber auch Ausdauer), um eine technisch-taktische Ausbildung (zur Gewährleistung der Bewegungsgenauigkeit unter verschiedensten Rahmenbedingungen) und um die sozial-emotionalen Kompetenzen. Das dafür entwickelt ABC Ballschulen-Konzept wird von Christian Kröger in diesem Buch konsequent auf den Volleyball angewendet. Dazu beginnt es mit einer übergreifenden Ballschule, an die sich 1:1 Fang- und Volley-Spiel mit technischem Schwerpunkt anschließen. Dann folgt eine isolierte Technikschulung mit abschließenden 2:2 Spielen mit taktischem Ausbildungsfokus. Dabei findet der Leser sowohl spielerisch-situationsorientierte Bestandteile als auch fähigkeitsorientierte und fertigkeitsorientierte Schwerpunkte. Im Praxisteil werden die Elemente des Vermittlungskonzepts praktisch umgesetzt. Dies erfolgt über Übungsempfehlungen für Basisspiele (von 1:1 bis 4:4), aber auch, in dem ausgewählte Elemente des Volleyballspiels (wie der Aufschlag, die Annahme, das Zuspiel, der Angriff, der Block und die Feldabwehr) in den Mittelpunkt von Übungen gestellt werden. Für jedes der Elemente wird ein Trainingsprogramm präsentiert, in dem der Leser taktische Einsatzempfehlungen vermittelt bekommt und methodische Ratschläge für die Integration in das Mannschafts- und Individualtraining erhält. Natürlich werden die Techniken auch sehr detailliert beschrieben (und bebildert) und geeignete Spiel- und Übungsformen vorgestellt.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Spielsportarten Trainingswissenschaft
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Schorndorf Hofmann Verlag 2010
Ausgabe:Schorndorf: Hofmann, 2010. - 195 S.
Schriftenreihe:Praxisideen. Schriftenreihe für Bewegung, Spiel und Sport, 33
Seiten:195
Dokumentenarten:Buch
Level:mittel