Zur Bedeutung des arthromuskulären Gleichgewichts
Der sportliche Leistungsaufbau ist vielfach dadurch gekennzeichnet, daß die isolierte Orientierung des Trainings an den jeweiligen Strukturen der Wettkampftätigkeit zu einer Überbetonung einzelner Muskelgruppen führt. Unterbleibt eine gleichmäßige Entwicklung der ein Gelenk umgebenden Muskulatur, kann es zu muskulären Dysbalancen kommen, die eine Mehrbelastung des Stütz- und Bewegungsapparates zur Folge haben. Am Beispiel des leichtathletischen Sprints werden die muskulären Bedingungen an Wirbelsäule und Hüfte untersucht und trainingspraktische Konsequenzen abgeleitet. Trainingspraktische Folgerungen sind u.a. die gleichmäßige Entwicklung der Bauch- und Rückenmuskulatur im gesamten langfristigen Leistungsaufbau. Außerdem ist der arthromuskuläre Zustand am Hüftgelenk im Sprint von besonderer Bedeutung. Ein gezieltes Training der Hüftbeuger kann möglichen, aus der Überbelastung der Hüftstrecker heraus entstehenden Dysbalancen vorbeugen. Der Einsatz von Sprung- und Streckkrafttrainingsmitteln ist insgesamt zu relativieren. Die Trainingsmittelvielfalt ist zu erweitern.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin Kraft-Schnellkraft-Sportarten Nachwuchssport |
| Veröffentlicht in: | Leistungssport |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
1991
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| Ausgabe: | 21(1991)1, S. 16-19 |
| Online-Zugang: | https://open-archive.sport-iat.de/ls/1991_1_16-19_Lehmann.pdf |
| Jahrgang: | 21 |
| Heft: | 1 |
| Seiten: | 16-19 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |