Altersgemäßes Tennistraining im Kindes- und frühen Jugendalter

Immer wieder finden sich Belege dafür, dass jugendliche Sportlerinnen und Sportlern, die in sehr jungen Jahren sportliche Wettkämpfe dominiert haben diese Überlegenheit mit zunehmendem Alter nicht mehr erhalten können. Im Gegenzug kommt es bei anderen Sportlerinnen und Sportlern, die bisher sportlich mit ihrer Leistung nicht auffällig waren, zu wahren Leistungsschüben oder Leistungssprüngen. Wie kann man diese beiden Phänomene erklären, welche Ursachen gibt es und mit welchen Strategien kann man im Training damit bewusst agieren. Von diesen Beobachtungen und sich daraus ergebenden Fragen ausgehend hat der Autor eine Literaturanalyse angefertigt, um für das Kindesalter ein motorisches Leistungsprofil zu beschreiben. Dieses sollte weit stärker als bisher der langfristigen Trainingsplanung und -Gestaltung zugrunde gelegt werden, um ein altersgemäßes Training anzubieten, das die entwicklungsbedingten Besonderheiten berücksichtigt, aber auch die besonders guten Möglichkeiten des motorisches Lernens im Kindesalter gezielt anspricht und nutzt. Damit können Mädchen und Jungen im Altersbereich von 7-12/13 sehr effektiv motorische Fähigkeiten und Fertigkeiten erlernen, festigen, ja perfektionieren und unter schnell wechselnden Bedingungen in Training und Wettkampf einsetzen. Ausgehend auf diesem motorischen Leistungsprofil wurden in einem zweiten Schritt der Literaturanalyse Tennislehrbücher hinsichtlich der angebotenen Lern- und Trainingskonzepte untersucht. Damit sollten sowohl gute Lösungen erkannt, aber auch Defizite von Konzepten identifiziert werden. In der Zusammenschau werden Konsequenzen für ein entwicklungsgemäßes Konzept des Tennistrainings sowohl für grundlegende Trainingsprinzipien als auch für die Gestaltung der Grundlagentrainings im Altersbereich 6-10 Jahre sowie des Aufbautraining im Altersbereich 10-12/13 Jahre formuliert. Für beide Altersbereiche werden die gefundenen Positionen hinsichtlich der koordinativen Fähigkeiten, der Schnelligkeitsentwicklung, der Ausdauerentwicklung, der Kraftentwicklung, der Entwicklung der Beweglichkeit sowie von Technik und Taktik vorgestellt und bewertet. Dabei stellt der Autor für das Grundlagentraining die Vermittlung vielfältiger Bewegungserfahrungen durch ein vielseitiges, sportartübergreifendes Bewegungsrepertoire in den Mittelpunkt. Auf diesen vielfältigen Bewegungsmustern aufbauend wird im Aufbautraining tennisspezifischer trainiert, wobei es in erster Linie um die Schulung der koordinativen Fähigkeiten und Fertigkeiten geht. Aber auch das Training weiterer konditioneller Fähigkeiten (wie die Schnelligkeit mit erhöhter Bewegungsfrequenz und verbesserter Reaktionsschnelligkeit im Grundlagenlagentraining) oder der Schnellkraft (primär im Aufbautraining) werden thematisiert.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Spielsportarten Nachwuchssport
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Saarbrücken VDM Verlag Dr. Müller 2007
Ausgabe:Saarbrücken: VDM Verlag Dr. Müller, 2007. - 160 S.
Seiten:160
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch