Individuelle Skalierung von Kraftfähigkeiten in Muskel-Skelett-Modellen

In dieser Arbeit wurde eine neuartige und mit vergleichsweise geringem Arbeitsaufwand verbundene Methode entwickelt, die dynamische Kraftfähigkeit eines Muskel-Skelett-Modells allein anhand von zwei isokinetischen Krafttests pro Muskelgruppe individuell anzupassen. Die erheblich divergierenden Skalierungsfaktoren zeigen, dass eine individuelle Kraftskalierung gerade bei Personen mit stark von der (gesamtgesellschaftlichen) Norm abweichenden Kraftfähigkeiten (z. B. Hochleistungsathleten, Patienten) angezeigt ist. Ergebnisse der simulierten Gewichthebeübung zeigen, dass die angepassten Kraftfähigkeiten des Modells einen relevanten Einfluss auf anschließende Simulationsergebnisse haben. Limitiert wird die vorgestellte Methode dadurch, dass die isokinetische Messung, welche die Grundlage der Anpassung darstellt, durch Abweichung zwischen Drehachsen des anatomischen Gelenks und der Dynamometerwelle einem gewissen Fehler unterliegt (Arampatzis et al., 2004). Diese Limitation sollen in zukünftigen Forschungsarbeiten durch 3D-Motion-Tracking adressiert werden.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Naturwissenschaften und Technik Biowissenschaften und Sportmedizin
Tagging:Kinetik isokinetisch
Veröffentlicht in:dvs-Biomechanik 2023 Tagungsband
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Stuttgart Steinbeis-Edition 2023
Seiten:55-57
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch