Determinations of the maximal mechanical power developed during the countermovement jump

(Bestimmung der maximalen mechanischen Leistung während Sprüngen mit Gegenbewegung)

Ziel der Studie war die Identifikation des Einflusses verschiedener Variablen (Sprunghöhe, Tiefe der Gegenbewegung, Körpermasse) auf die mechanische Kraftleistung in der positiven Absprungphase bei Frauen und Männern. Methoden: Die Untersuchungern erfolgten mit 94 untrainierten Probanden, die einen Test mit einem Sprung mit Gegenbewegung auszuführen hatten, wobei jeweils 3 Sprünge im 1-min-Intervall absolviert und mittels Kistler Plattform analysisert wurden. Der jeweils höchste Sprung wurde für die weiteren Untersuchungen ausgewählt. Untersuchte Parameter waren: Sprunghöhe, Absenkung des KSP vor dem Absprung, maximale mechanische Leistung beim Absprung. Außerdem wurde der Einfluß der Körpermasse untersucht. Ergebnisse: Die Ergebnisse werden in Tab. 1 dargestellt. Statistisch signifikante Unterschiede wurden zwischen den Mittelwerten aller Parameter (außer L) bei Männern und Frauen gefunden. Eine stufenweise multiple Regression selektierte alle unabhängigen Variablen: Sprunghöhe (H), Absenkung des KSP (L) und Körpermasse mb). Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen wurden hochsignifikante Regressionenen erreicht. Die maximale Leistung korrelierte signifikant mit der Sprunghöhe. Die Tiefe der Gegenbewegung erklärt 20% der Leistung Pmax in beiden Gruppen, die Sprunghöhe hatte jedoch bei den Frauen einen höheren Bezug zur Leistung als bei den Männern (54% vs. 25%), bei der Körpermasse ist es umgekehrt: Der Beitrag liegt bei den Frauen bei 5%, bei den Männern bei 45%. Letzterer Unterschied könnte auf die größeren interindividuellen Unterschiede im prozentualen Fettanteil bei Frauen zurückzuführen sein. Schlußfolgerungen: Die Ergebnisse zeigen, daß die maximale mechanische Leistung während der positiven Phase des Absprungs ausreichend durch die drei o.g. unabhängigen Variablen erklärt werden kann. Diese drei Varablen erklären mehr als 80% der Pmax-Varianz. Die Standardabweichung beträgt bei dieser einfachen Berechnungsmethode weniger als 10%, was insbesondere für tests und zu Trainingszwecken bedeutsam ist.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Naturwissenschaften und Technik
Veröffentlicht in:ISBS - Conference Proceedings Archive (Konstanz)
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1996
Ausgabe:Lissabon: Edicoes FMH, 1996. - S. 420-423, 2 Abb., 1 Tab., 9 Lit.
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch mittel