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Den gamle skolen

Auszug aus Interviews mit den Trainern der norwegischen Nationalmannschaften im Skilanglauf, Steinar Mundal und Arild Monsen: S. Mundal: "Ich bin vielleicht etwas konservativ, ich weiss aber, dass im Laufe der Jahre viele Dinge ausprobiert worden sind.. Und wenn es ganz neue Sachen gewesen wären, die funktioniert haben, hätten wir das schon vor langer Zeit gewusst. Es geht also um hohe Umfänge, etwas hartes Training und recht viele Läufe und Training mit Skirollern." A. Monsen: "Ich schwöre auf das norwegische Modell mit bis zu 85-90 Prozent lockerem Training und den letzten zehn Prozent mit hartem Training. Ich glaube an den großen Umfang, aber auch an gute Trainingsqualität. Ich glaube, dass die Mädchen um Marit, Therese und die anderen den Weg über viele Jahre gezeigt haben: Viel Arbeit und viel Trainingszeit sind die grundlegenden Erfolgsfaktoren." A. Monsen: "Sprint ist eine schlechte Bezeichnung, das ist mehr lange Mittelstrecke. Die durchschnittliche Geschwindigkeit ist immer höher geworden, nachdem das Lucky-Looser-System eingeführt wurde. Und dadurch entstehen noch höhere Anforderungen an die Ausdauer. Das muss man beachten. Es gibt viele, die unerhört schnell sind, was aber nur wenig hilft, wenn man nicht nach drei Minuten Vorbelastung spurten kann. Die Strecke bis zum Spurt ist nicht nur irgendwie zu erledigen. Das ist der Hintergrund dafür, dass ich mehr längere Strecken habe trainieren lassen, oder das sog. Allround-Training durchgeführt wurde. Wir haben ein System mit langen Strecken, aber wir haben auch kurze, harte Einheiten. Es ist zu einer Reduzierung beim kurzen anaeroben Training gekommen... Ich glaube, dass das gut ist. Auf längere Sicht wird die Frage zu beantworten sein, ob wir in der Skifamilie Platz für zwei Familien haben. Wir sind nicht so groß, und deshalb sollten wir versuchen alle zusammenzuführen, damit die Läufer sich in beiden Bereichen behaupten können. Ich glaube, dass sich zukünftig zeigen wird, dass sich immer mehr Sportler sowohl im Sprint als auch über die langen Strecken werden behaupten können." S. Mundal: "Wir waren in Vorbereitung auf Sotschi viel in der Höhe. Sotschi ist in der Höhe und deshalb müssen wir mit dem Thema sehr gut umgehen. Wir haben auch ein Gelände gefunden, das dem der Loipen von Sotschi ähnelt, und dort absolvieren wir Intervalleinheiten." A. Monsen: "Auch die Sprinter waren viel in der Höhe. Für viele war das ungewohnt, sie sind aber gut damit umgegangen. Wir waren im Saisionverlauf 90-100 Tage in der Höhe, verteilt auf die verschiedenen Phasen der Saison."
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Bibliographic Details
Subjects:
Notations:endurance sports
Published in:Skisport
Language:Norwegian
Published: 2014
Issue:1
Pages:48-51
Document types:article
Level:basic