Noen sekunder med full fart
Kurzbericht vom Herbsttraining der norwegischen Nationalmannschaft Sprint-Skilanglauf in Indre Ostfold. Nationalmannschafttsrainer U.M. Aune zum Training seines Teams: "Es wird öfter und intensiver Kraft trainiert. Es gibt mehr intensive Einheiten für die Beine, an Treppen, auf Skirollern und auf Ski. In der Sprintnationalmannschaft werden die auf Kraft und Schnelligkeit orientierten Einheiten zu den harten Einheiten gezählt. Von rund 550 Trainingseinheiten (800 Stunden) eines Mitglieds der Sprint-Nationalmannschaft sind 180-225 zu den harten Einheiten zu rechnen. Der Rest ist locker, Einheiten mit mittlerer Intensität gibt es eigentlich nicht,nur noch Ausdauer orientierte Einheiten zur Grundlangenausbildung.
Die Wettkampfzeit im Sprint liegt zwischen 1:50 und 3:30 Minuten. Diese Leistung wird viermal hintereinander abgefordert, die Besten müssen dann innerhalb einer Stunde dreimal 'ran. Die mit der besten Ausdauer werden im Wettkampfverlauf immer besser, haben es aber manchmal schwer, in der Qualifikation und im Viertelfinale gegen die ausgeprägten Sprinter zu bestehen.
Die Belastungsanforderungen haben sich bei den Skilangläufern in den letzten Jahren wesentlich verändert (weniger Strecken über 15 km). Meistens handelt es sich um ein hohes Tempo und Tempowechsel (kürzere und flachere Kurse). Und es gibt kaum noch eine Strecke und Massenstart. Das Sprinttraining ist dabei besonders hart, nicht zuletzt mental."
Es werden Beispiele für Trainingswochen vorgestellt:
harte Trainingswoche:
Montag
Einheit 1: russisches Intervall 3-5 Minuten, 6 hoch intensive Einlagen
Einheit 2: Kraft, zuerst Medizinballtraining 20-30 Min., danach Kraftraum für 45 Min. mit freien Gewichten, 6-8 Wiederholungen pro Serie, individuell angepasst, Übungen für die Beine, den Rücken, den Bauch und den Oberkörper. Seitdem die Sportler mit freien Gewichten trainieren steht auch Gleichgewichtsttraining für alle Körperregionen auf dem programm.
Dienstag
Einheit 1: Skiroller mit Schlittschuhschritt 9 hochintensive Belastungsphasen von 15-25 Sekunden
Einheit 2: Treppentraining, 25 Runden treppauf, 90-120 Stufen, verschiedene Übungen
Mittwoch (immer der Tag für lange Touren)
Einheit 1 lange Tour auf Skirollern, 2 Std.
Einheit 2: Lauftour - 1.30-2 Std.
Donnerstag
Einheit 1: Distanztraining, Skiroller klassischer Stil, 45 Minuten
Einheit 2: Schnelligkeit, Lauf, 6-9 hochintensive Belastungsphasen mit je 25 Sek.
Freitag
Einheit 1: Kraft
Einheit 2: Wiederherstellung, Lauf/Rad
Sonnabend
Einheit 1:Imitationsübungen
Einheit 2: Wiederherstellungseinheit oder frei
Sonntag
lange Tour
mittel harte Trainingswoche:
hier müssen im Vergleich zur harten Trainingswoche nur die Schnelligkeitseinheit und eine Kraft- oder Ausdauereinheit weggelassen werden, ansonsten sehr ähnlich
leichte Trainingswoche:
Montag
Einheit 1: Intervalltraining - kann auf längeren Strecken erfolgen
Einheit 2: Kraft
Dienstag
Treppentraining
Mittwoch
lange Tour (3 Std. oder 1.5 Std.)
Donnerstag
Einheit 1: Schnelligkeit
Einheit 2: Wiederherstellung
Freitag
lange Tour, 2 Std.
Sonnabend
Einheit 1: Intervalltraining
Einheit 2: freiwillige Teilnahme
Sonntag
lange Tour
Das in dieser Saison gewählte Trainingsmodell wurde komplett von der Abteilung Trainingswissenschaft von Olympiatoppen entwickelt. Um die Sprintnationalmannschaft wurde folgendes Trainer- und Beraterteam gebildet:
NM-Trainer: Ulf Morten Aune,
Sportlicher Leiter: Age Skinstad,
verantwortlicher Trainer für Schnelligkeit, Explosivität und Ausdauer: Bevorn Rodal,
verantwortlicher Trainer für Kraft: Katarina Sederholm Hoff,
Kontaktperson Olympiatoppen: Atle Kvalsvoll ("er stellt die kritischen Fragen"),
Physiologe mit Höhentrainingserfahrungen: Erlend Hem,
Verantwortlicher für Lauftechnik, Wachs und medizinische Maßnahmen: Vidar Lofshus.
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| Subjects: | |
|---|---|
| Notations: | endurance sports training science |
| Published in: | Skisport |
| Language: | Norwegian |
| Published: |
2007
|
| Issue: | 6 |
| Pages: | 72-73 |
| Document types: | article |
| Level: | basic |