The sport of biathlon in Hungary
(Der Biathlonsport in Ungarn)
Darstellung des Biathlonsports und dessen Umfelds in einem der diesen Sport unter eschwerten Bedingungen ausübenden Flachländer - Ungarn.
- 1960 erste Teilnahme eines ungarischen Biathleten an OS
- Großkaliber-Einsatz brachte Rückschlag - da keine entsprechenden Schießstände in den Bergen vorhanden waren.
- Vereinbarung zwischen UIPMB und MOB, die zu staatlicher Unterstützung des Biathlons in Ungarn führte.
- WM-Teilnahme zweier Ungarn 1974
- schnelle Verbreitung der Sportart, vor allem in Armee- und Polizeisportklubs
- beim Übergang zu Kleinkalieberwaffen großer Zuspruch durch Kinder und Jugendliche Skiläufer. Trainingspläne für einen langfristigen Leistungsaufbau wurden erstellt, aber die Kosten für die Ausrüstungen und Schießstände waren für die Skiklubs zu hoch. Außerdem unterstützte die ungarische Regierung nur die erfolgreichen Sportarten, zu denen der Wintersport nicht zählte.
- WM 1978: dennoch Teilnahme einer kompletten ungarischen Männer- und Juniorenmannschaft
- 80er Jahre: Es wurde erkannt, daß die Chance auf internationalen Erfolg nur dann aufrecht erhalten werden kann, wenn man sich auf einen kleinen Kader konzentriert, mit dem man effektiv arbeiten kann.
- 1984: Erste WM-Teilnahme einer Ungarin, die fast zehn Jahre in der Weltspitze blieb (Brigitta Bereczky)
- Aufgrund großer finanzieller und materieller Schwierigkeiten: große Hilfe durch UIPMB (insbesondere bei Material und Ausrüstung).
- Unter großer Anstrengung Beibehalten einer Position in der ersten Hälfte des internationalen Feldes.
- Nach der politischen Wende 1989 neuer Optimismus und neue Kraft.
- Höhepunkt: Ausrichtung der JWM 1991 in Galyateto
- JWM 1992: Beste Plazierung (10. und 17.)
- Heute: 3 Hauptprobleme des ungarischen Biathlonsports:
1. chronischer Schneemangel (daher schlechte Trainingsbedingungen)
2. wirtschaftliche Krisenlage im Land (daher mangelnde finanzielle Unterstützung und Mangel an moderner Ausrüstung und Zubehör, Athleten zahlen vieles selbst)
3. in der Öffentlichkeit zählen nur Medaillen (trotz der widrigen Bedingungen erkennen weder Öffentlichkeit noch Staat die Mittelmaß-Leistungen ausreichend an, weshalb auch Sponsoren ausbleiben).
- All diese Umstände führen zum Abwandern von Trainern und Sportlern (derzeit kein einziger Full-Time Trainer im ungarischen Biathlonsport). Nur Enthusiasten und etwa 40-50 Jugendliche sind geblieben.
- Hilfe gibt es seitens der IBU oder einzelner Verbände, z.B. der Österreicher oder der Deutschen.
- Man bleibt optimistisch und hofft auf Besserung. Bis dahin werden weiterhin ungarische Biathleten und -athletinnen ihren Möglichkeiten entsprechend ann internationalen Wettkämpfen teilnehmen.
© Copyright 1996 UIPMB Report. Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Theorie und gesellschaftliche Grundlagen Leitung und Organisation Ausdauersportarten |
| Veröffentlicht in: | UIPMB Report |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
1996
|
| Ausgabe: | Allerod (1996)1, S. 66-67 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch mittel |