Development of cross-country skiing skating abilities

(Fähigkeitsentwicklung für das Skating im Skilanglauf)

Die Ziele der Untersuchung wurden folgendermaßen formuliert: 1. Entwicklung der Skatingtechnik von finnischen Skilangläufern durch Training, 2. Bestimmung und Bewertung geeigneter Parameter für die Technikanalyse, 3. Bewertung der Eignung der Filmanalysemethoden. Zwei mit 25 bis 30 Hz arbeitende Camcorder wurden in einem Winkel von 90° zueinander an der Teststrecke aufgebaut und kalibriert. Die erhobenen Daten wurden mit einem APAS-Bewegungsanalysesystem und einem 20-Punkte-Modell verrechnet. Die folgenden Parameter wurden in die Berechnung einbezogen: Kontaktphasen der Ski und der Skistöcke, Geschwindigkeit und Höhe des KSP, Geschwindigkeitsrichtungsvektoren, Knie- und Hüftwinkel. In der Diskussion der Ergebnisse werden folgende Ergebnisse besonders herausgestrichen: Im prinzip wird vom Skilangläufer erwartet, daß er während der Phasen des Ski- und Stockkontakts seine Geschwindigkeit steigert, und diese dann in der Gleitphase wieder sinkt. Der Geschwindigkeitsverlauf scheint sehr stark individuell geprägt zu sein und wird durch die körperlichen Voraussetzungen und die technischen Fertigkeiten des Sportslers geprägt. Methoden, die auf der Bewertung der momentanen Zyklusgeschwindigkeit in der Kombination mit den Kontaktphasen beruhen, sind vielleicht ein nützlicher Weg, um die Entwicklung technischer Fertigkeiten im Skilanglauf einzuschätzen. Das technische Modell schien ein ziemlich stabiles zu sein, zumindest wenn man die Ergebnisse der Analyse des 50 km Rennens zugrunde legt. Die analysierten Skiläufer behielten das Technikmodell hinsichtlich der Höhe des KSP während des ganzen Rennens bei. Das führt zur Schlußfolgerung, daß das Technikmuster auch unter Bedingungen extremer Ermüdung aufrechterhalten wird. Im Skilanglauf wird die Wirkung der Ermüdung durch kürzere Gleitphasen, eine höhere Zyklusfrequenz und durch ein verändertes Timing sichtbar. Andererseits zeigten sich bei den Analysen Positionsveränderungen bei den Skiläufern, die durch eine Steigerung der Geschwindigkeit bedingt waren. Diese Erkenntnis kann für Trainer und Aktive bei der Gestaltung des Techniktrainings bedeutsam sein.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Naturwissenschaften und Technik Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:ISBS - Conference Proceedings Archive (Konstanz)
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1995
Ausgabe:Thunder Bay: Lakehead University (Hrsg.), 1996.- S. 232 - 235: 3 Abb., 5 Lit.
Dokumentenarten:Kongressband, Tagungsbericht
Level:hoch mittel