Effekter av 1 manads höghöjdsträning pa central cirkulation och aerob kapacitet hos elitskidakare
(Effekte eines einmonatigen Höhentrainings auf den zentralen Kreislauf und die aerobe Leistungsfähigkeit von Skiläufern der Spitzenklasse)
Fünf männliche und zwei weibliche Skiläufer der schwedischen Spitzenklasse absolvierten ein 30tägiges Trainingslager in einer Höhe von 1900 m (Dezember 1993). Vor dem Trainingslager wurde ein Skirollertest auf dem Laufband in 160 m Höhe (Falun) durchgeführt. Danach reiste die Gruppe auf die Seiser-Alm. Die Belastungsintensität in der ersten Woche lag bei 72% der max. Herzfrequenz, um eine so gut wie mögliche Akklimatisierung zu erreichen (135 Schläge pro Minute). Danach wurde das für die Vorbereitungsaison typische Training für Skilangläufer absolviert, allerdings aufgrund der Höhenlage mit niedrigerer Intensität. Eingebaut wurden drei hochintensive Trainingseinheiten in Form von Wettkämofen in großer Höhe (1700 m), als Skigangtraining (900 m) sowie als Intervalltraining (2100 m). Während des Trainingslagers erlitten alle Probanden eine Infektion! Im Verlauf des Trainingslagers trainierte die Gruppe im Durchschnitt 47,3 Stunden Skilanglauf (33 bis 64 Stunden). Während des Höhenaufenthalts wurde eine zusätzliche Eisengabe verabreicht (im Durchschnitt 140 mg pro Tag). Es wurden submaximale Skirollertest am 1., 8. und 29. Tag in der Höhe sowie am 5. und 11. Tag nach Rückkehr auf Meeresniveau durchgeführt. Die Trainingsgruppe hatte bei Aufnahme ihres Höhentrainings eine maximale Sauerstoffaufnahme, die nur 4% unter der der Nationalmannschaft lag. Die ermittelte 3prozentige Steigerung wird als ein Effekt des Aufenthalts in der Höhe betrachtet und nicht als Trainingseffekt. Zwei vergleichsweise kürzere Trainingslager der Ski-Nationalmannschaft in der Höhe in der Vorsaison erbrachten keine vergleichbaren positiven aeroben Effekte. Die aeroben Effekte wurden nicht unmittelbar aus der Höhe festgestellt, sondern erst 10 Tage später. Die besten Wettkampfergebnisse wurden zwischen dem 11. und 30. Tag nach Rückkehr erzielt. Eine Kontrolle der Belastungsintensität mittels der Herzfrequenz erscheint nicht als sinnvoll, da sowohl für die maximale wie auch die submaximale Herzfrequenz cin der Höhe niedrigere Werte als unter NN festgestellt wurden. Nach dem vierwöchigen Höhentraining wurden für identische Belastungen niedrigere submaximale Herzfrequenzwerte ermittelt als vor dem TL. Das paßt auch gut zu den gefundenen Herzveränderungen in Form einer vergrößerten linken Herzkammer und einem gesteigerten Blutvolumen, was zusammen zu einem größeren Schlagvolumen führt. Die gestiegene VO2max unterstützt diese Bewertung. Die Hämoglobinkonzentration und die Hämatokritwerte stiegen nach Ankunft in der Höhe schnell an und kehrten genauso schnell wieder auf ihre Ausgangswerte nach Rückkehr auf NN zurück. Dies widerspiegelt die Plasmavolumenveränderungen, die bei einem Höhenaufenthalt passieren und die primär hormonell gesteuert sind. Diese Verringerung des Blutvolumens kann teilweise durch eine adäquate Flüssigkeitsaufnahme ausgeglichen werden. Die gesteigerten Hämoglobinwerte zum Anfang des Höhenaufenthalts werden folglich durch eine Konzentartionsveränderung verursacht und sind nicht das Ergebnis der Neubildung von Blutkörpern. Durch den Höhenaufenthalt stieg die Gesamthämoglobinmenge um 3,1% an, was gut mit früheren Berichten von einem einprozentigen Anstieg pro Wocheübereinstimmt. Das paßt auch gut zu der dreiprozentigen Steigerung der maximalen Sauerstoffaufnahme, was bei früheren Untersuchungen noch nicht beobachtet wurde. Als mögliche Ursache dafür ist die lange zeitliche Dauer des Trainingslagers anzusehen. Das maximale wie das submaximale Blutlaktatniveau lag 11 Tage nach Rückkehr auf NN höher, nicht aber bereits 5 Tage nach Rückkehr. Die Ursachen dafür sind noch unbekannt. Kontinuierliche Blutlaktatuntersuchungen sollten zur Belastungssteuerung eingesetzt werden.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin Ausdauersportarten |
| Sprache: | Schwedisch |
| Veröffentlicht: |
1994
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| Ausgabe: | 1994. - 10 S.: 5 Abb., Farsta Centrum för Prestationsutveckling, Forschungsbericht, 1994 |
| Dokumentenarten: | Forschungsergebnis |
| Level: | hoch mittel |