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Analyse der Spielstrukturen anlässlich der Weltmeisterschaft im Beachvolleyball 2005

Insgesamt wurden 150 Spiele - 76 der Damen und 74 der Herren - mit sechs Videokameras aufgezeichnet und ausgewertet. Die 48 teilnehmenden Teams pro Geschlecht stellen die internationale Spitze im Senioren-Beachvolleyball 2005 dar. Die Auswertung der Spiele erfolgte per Videoanalyse. Um eine Vergleichbarkeit der vorliegenden Untersuchung mit anderen Spielstrukturanalysen zu gewährleisten, wurde das am Kieler Sportinstitut konzipierte und bereits mehrfach erprobte Spielverlaufsprotokoll verwendet und zu einem eigens neu konzipierten Auswertungsprogramm "Beachtraker" weiterentwickelt. Die grundlegende Forschungsmethode des "Beachtrakers" ist die systematische quantitative Spielbeobachtung mit qualitativen Anteilen. Hierbei werden die sechs Spielsituationen (Aufschlag, Annahme, Zuspiel, Angriff, Block, Feldabwehr) in bis zu jeweils sechs Haupt- und jeweils mehreren Unterkategorien analysiert. Für die Auswertung standen 24 Beobachter zur Verfügung, die acht Wochen lang geschult wurden. Das Ergebnis der Analyse der Spielstrukturen anlässlich der Weltmeisterschaft im Beachvolleyball 2005 getesteten Beobachterübereinstimmung (0,85 K-Wert nach Cohen) fiel mehr als zufrieden stellend aus. Nach Beendigung der Dateneingabe wurden die Daten des Beachtrakers, durch die Bearbeitung mit einem neu entwickelten Programm, in das Excel-Format übertragen. Zum einen wurden die Ergebnisse der weiblichen Teams denen der männlichen gegenübergestellt, zum anderen fand ein Vergleich der Ergebnisse dieser Untersuchung mit den Ergebnissen der Analysen anderer Autoren statt, welche die Spielstrukturen im Beachvolleyball im Seniorenbereich vor und nach den Regeländerungen dargestellt haben. Ebenfalls sind mögliche Unterschiede zwischen den höher (Platz 1-8) und niedriger (17-24) platzierten Teams herausgearbeitet worden. Die Ergebnisdarstellung beschränkt sich ausschließlich auf die Auswirkungen der Regeländerungen. Insgesamt wurden 76 Spiele (166 Sätze) der Damen mit 6.131 Ballwechseln und 34.273 Ballkontakten sowie 74 Spiele (170 Sätze) der Herren mit 6.206 Ballwechseln und 33.747 Ballkontakten ausgewertet.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft Biowissenschaften und Sportmedizin Spielsportarten
Veröffentlicht in:BISp-Jahrbuch Forschungsförderung 2005/06
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Bonn 2005
Online-Zugang:http://www.bisp.de/SharedDocs/Downloads/Publikationen/Jahrbuch/Jb_200506_Artikel/Kroeger.pdf?__blob=publicationFile
Seiten:223-228
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch