Bewegungsanalyse der Landung nach einem Volleyball Schmetterschlag
Ziel
Das Ziel dieser Studie ist eine Analyse der Landung nach einem Volleyball-Vorderfeldangriff hinsichtlich dynamometrischer und kinematischer Parameter.
Methodik
12 regelmäßig spielende Volleyballer sollten bis zu 12 erfolgreiche Vorderfeldangriffe ausführen. Die Landung erfolgte auf einer Kistler-Kraftmeßplatte. Zur Ermittlung der kinematischen Daten wurde das Hentschel-Analyse-System verwendet. Zwei Kameras mit einer Frequenz von 610 Hz nahmen die Landung auf. Die Daten beider Systeme wurden synchron abgespeichert. Die äußeren Belastungsparameter, passives Maximum Fzpas, durchschnittliche und maximale Kraftanstieg der Bodenreaktionskraft Fz_anstmittel bzw. Fz_anstmax und die kinematische Parameter, Kniewinkel zu Landebeginn, minimaler Kniewinkel, Geschwindigkeit und Beschleunigung des Kniegelenks, wurden ausgewertet.
Ergebnisse und Ausblick
Bei den meisten Probanden wurde der Landevorgang mit einer Kniewinkelstellung zwischen 160-170° eingeleitet. Extreme Winkelstellungen von 176° und 141° bildeten die Ausnahme. Zu diesem Zeitpunkt liegt die Geschwindigkeit des Kniegelenks zwischen 2,9-4,1 m/s, die sich danach noch erhöht, ehe das Kniegelenk vollständig abgebremst wird. Die Kniewinkel verkleinert sich dabei auf Werte zwischen 40-103°. Die äußeren Belastungsparameter variieren sehr stark: Fzpass zwischen 2,9-8,8 BW, Fz_anstmittel: 29-702 BW/s und Fz_anstmax 140-1335 BW/s. Diese extreme Differenz deutet auf sehr unterschiedliche Landetechniken hin.
Im nächsten Arbeitsschritt sollen über eine Modellierung der unteren Extremitäten Rückschlüsse auf innere Belastungsparameter gezogen werden.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Naturwissenschaften und Technik Spielsportarten |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
1998
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| Online-Zugang: | http://www.tu-darmstadt.de/fb/fb3/sport/veranst/bei/husen.htm |
| Dokumentenarten: | Kongressband, Tagungsbericht |
| Level: | hoch |