Evalution of physical engagement after rules modifications in high-level volleyball players

(Bewertung des körperlichen Einsatzes von Elitevolleyballspielern nach den Regeländerungen)

Zielstellung: Bewertung des Einflusses der neuen Spielregeln im Volleyball (Rally Point System, Einsatz eines Liberos) auf verschiedene Aspekte der Leistung. Mittels Videoanalyse wurden drei Spiele der Männer und drei Spiele der Frauen (1. Liga Italiens und Europacup) analysiert. Untersucht wurden aktuelle Spielzeit, Unterbrechungen und physischer Einsatz bei Abwehr, Annahme, Sprüngen. Einige Parameter wurden mit Ergebnissen einer älteren Untersuchung verglichen, in der aktive und passive Phasen in Spielen nach den alten Regeln gemessen wurden. Die aktive Phase wurde definiert als Intervall zwischen der 1. Berührung des Aufgebers und dem Moment, in der die Aktion stoppte, die passive Phase als Intervall zwischen dem Ende der Aktion und dem Beginn der anderen. Auszeiten und Auswechslungszeiten wurden nicht berücksichtigt. Ergebnisse: Nach der Einführung der neuen Regeln wurde eine Verringerung der Spielzeit (aktive Phase) (Mittelwert 5,23 zu 8,7 sec) und ein Anstieg der passiven Phase (13,77 zu 7,1 sec) im Vergleich zu den alten Regeln festgestellt. Eine große Anzahl der Aktionen dauert weniger als 5 sec und die mittlere Anzahl der aktiven Aktionen in einem Satz hat sich von 70,1 auf 45,9 reduziert. Die mittlere Satzdauer verringerte sich von 20,1 auf 14,36 min. Die Einführung des Liberos hat den Einsatz der Spieler auf den verschiedenen Feldpositionen verändert. Der Libero agiert im Vergleich mit den anderen Spielern bei fast allen Abwehrphasen. Die Sprungaufgabe wurde in den Volleyballspielen entscheidend. Ihr Anteil beträgt bei den Männern mehr als 90 % der Gesamtaufgaben. Ein andere wichtige Veränderung ist der unterschiedliche Einsatz des Setters. Er absolviert die meisten Sprünge. Diese grundlegende Veränderung repräsentiert den klarsten Unterschied zwischen Männer- und Frauenvolleyball: im Frauenvolleyball ist der verminderte Sprungeinsatz mit einer höheren Aktionsdauer (Frauen 7,29 und Männer 5,23 sec) und mit einer unterschiedlichen Dauer der passiven Phasen verbunden. Diese Unterschiede können auf die minimierte Anzahl der Sprungaufgaben und die geringere Schlagkraft der Schmetterschläge im Vergleich mit den Männern zurückgeführt werden.
© Copyright 2001 Book of abstracts of the 6th annual congress of the European College of Sport Science, 15th congress of the German Society of Sport Science. Cologne, 24-28 July 2001. Veröffentlicht von Sport und Buch Strauß. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Spielsportarten
Veröffentlicht in:Book of abstracts of the 6th annual congress of the European College of Sport Science, 15th congress of the German Society of Sport Science. Cologne, 24-28 July 2001
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: Köln Sport und Buch Strauß 2001
Seiten:1272
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch mittel