Evaluation of an exercise program based on selected speed and strength characteristics in elite female volleyball athletes
(Untersuchung eines auf ausgewählten Schnelligkeits- und Kraftmerkmalen basierenden Übungsprogramms bei Elite-Volleyballerinnen)
Im Volleyball ist die von Schnelligkeit und Kraft abhängige Sprungleistungsfähigkeit der entscheidende Leistungsfaktor. Anliegen der Studie war es daher, a) Kraft- und/oder Schnelligkeitsvariable festzustellen, die die vertikale Sprungleistungsfähigkeit bestimmen und b) die Effektivität eines Trainingsprogramms zur Modifizierung dieser Variablen zu untersuchen.
16 hochleistungsfähige griechische Volleyballerinnen wurden in zwei Gruppen eingeteilt (Kontrollgrupe und Experimentalgruppe). Untersucht wurden: maximale isometrische Kniestreckkraft (Fmax), Vertikalsprünge mit Gegenbewegung mit und ohne Armeinsatz (CMJ1 und CMJ2), Vertikalsprung aus der Kniebeuge ohne Gegenbewegung (SJ), Tiefsprung aus 40 cm Höhe (DJ). Die Experimentalgruppe wurde einem achtwöchigen Training unterzogen, welches spezielle Übungen ("geführte" Gewichtetraining, Vertikalsprünge mit und ohne Extralasten, plyometrische Vertikalsprünge) beinhaltete, die folgende Ziele anstrebten: a) Verringerung der Vortriebszeit bei SJ, b) Verringerung des Quotienten aus Vortriebszeit und Flugzeit bei CMJ2, c) Erhöhung von Fmax während der ersten 60ms sowie d) Verkürzung der Zeit zum Erreichen von Fmax.
Die Sportlerinnen der Kontrollgruppe erfuhren ihre Werte des Ausgangstest, erhielten jedoch kein spezielles Trainingsprogramm.
Ergebnisse:
Die Regressionsanalyse bestätigte signifikante Korrelationen von Vortriebszeit bei SJ (PTSJ), dem Quotienten aus Vortriebszeit und Flugzeit bei Vertikalsprüngen mit Gegenbewegung und Armeinsatz (TRCMJ2), der Fmax während der ersten 60ms (TFmax60) sowie der Zeit bis zum Erreichen der Fmax69 (TFmax) einerseits und den Vertikalsprüngen mit Gegenbewegung und Armeinsatz (CMJ1) andererseits (Tab. 1).
Tabelle 2 zeigt die deskriptive Statistik und die t-scores zwischen Vor- und Nachtest für die Spielerinnen der Experimentalgruppe. Es wird deutlich, daß kraft- und schnellkraftbezogene Variable (Fmax60 und TFmax) sich um 17 bzw. 16% erhöhten. Der Quotient zwischen Vortriebszeit und Flugzeit bei TRCMJ2 verringerte sich um 19%. Je geringer der Quotient, desto höher die Leistungsfähigkeit, je schneller die Sportlerin, desto höher ihre Sprungleistung. Für PTSJ wurde eine 11%ige Verbesserung (Verringerung) gefunden.
Obwohl bei den unabhängigen Variablen Veränderungen (Verbesserungen) zwischen 11 und 19% erreicht wurden, wurde die abhängige Variabble CMJ1 um 22% verbessert. Das bedeutet, daß noch andere als in der Regressionsanalyse betrachtete Variable an der Verbessserung der Sprungleistungsfähigkeit beteiligt waren.
Tabelle 3 zeigt, daß die Sportlerinnen der Kontrollgruppe ohne ein spezielles Trainingsprogramm keine signifikanten Verbesserungen der vertikalen Sprungleistung oder der die Sprungleistung beeinflussenden Variablen erreichten.
Schlußfolgerung:
Das achtwöchige, auf o.g. Ziele ausgerichtete Trainingsprogramm führt zu signifikanten Verbesserungen bei Vertikalsprüngen mit Gegenbewegung mit Armeinsatz bei Spitzen-Volleyballerinnen. Allerdings sind weitere Variable an der Verbesserung der vertikalen Sprunghöhe beteiligt.
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| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Naturwissenschaften und Technik Spielsportarten |
| Veröffentlicht in: | ISBS - Conference Proceedings Archive (Konstanz) |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
1996
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| Ausgabe: | Lissabon: Edicoes FMH, 1996. - S. 347-349, 3 Tab., 1 Lit. |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | hoch mittel |