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Volleyball international in Forschung und Lehre 2009: 34. Internationales Hochschul-Symposium des Deutschen Volleyball-Verbandes 2009

Eine der traditionsreichsten sport- bzw. trainingswissenschaftlichen Veranstaltungen Deutschlands ist das internationale Hochschul-Symposium des Deutschen Volleyball-Verbands. Im November 2009 fand in Rüsselsheim bereits das 34. Symposium mit Teilnehmern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz statt, die sowohl die akademische Landschaft der drei Länder als auch die Trainingspraxis der Sportverbände repräsentierten. Die Organisatoren hatten bewusst kein Thema für die Veranstaltung gewählt, um einen breiten Kreis an Interessenten als Referenten, Teilnehmern an den Diskussionen und Trainern anzusprechen, für die das Symposium als Trainerfortbildung ausgeschrieben war. Dieser pragmatische Ansatz war dann auch erfolgreich, was durch die Themenvielfalt belegt wird. Die neun Vorträge des Symposiums, die im vorliegenden Band der Edition Czwalina dokumentiert sind, umfassen verschiedene Aktivitätsebenen des Volleyballs vom (Grund)Schulsport über Kooperationsansätze zwischen Schule und leistungsorientiertem Vereinssport bis hin zum Hochleistungssport. So geht es zum Beispiel um Modelle der Technikvermittlung und der Technikerlernung im Schulalter wie auch um eine qualifizierte Modellierung des aktuellen Rally-Point-Systems im Hochleistungsbereich. Die Vortragenden äußern sich sowohl zur Indoorvariante als auch zum Beachvolleyball, wenn sie zum Beispiel Spielerprofile für die Beachvariante entwickeln oder deren aktuelle Spielstruktur am Beispiel von Weltmeisterschaftsspielen analysieren. Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass dieses attraktive Sportspiel aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln verschiedener Wissenschaftsdisziplinen beleuchtet wird: Beginnend mit der Pathogene und Therapie von chronischer Tendinopathie und einem trainingswissenschaftlichen Behandlungsansatz mit exzentrischem Training über die sportdidaktischen Überlegungen im Schulsport, die organisationswissenschaftlichen und -praktischen Vergleiche von Volleyballleistungszentren in den drei deutschsprachigen Ländern und die trainingswissenschaftlichen Analysen im Beachvolleyball (mit einem beachtlichen Informatikanteil) bis hin zu sportpsychologischen Aspekten des sogenannten Hot-Hand-Phänomens, das aus verschiedenen Sportarten, die meisten von ihnen Spielsportarten, bekannt ist und bei dem es darum geht, dass der Spieler oder das Team in Serie erfolgreiche Aktionen realisiert, einen sog. "Lauf" hat. Inhalt A. Grigereit: Zur Pathogene und Therapie von chronischen Tendinopathien beim Volleyballspieler - Exzentrisches Training als Behandlungsansatz S. Baumgärtner, T. Beringer, K. Zentgraf, J. Munzert & F. Hänsel: Diagnostik und Trainings kooperationsbezogener Wissensrepräsentationen im Volleyball G. Rath: Vergleich internationaler Volleyballleistungszentren in Deutschland, der Schweiz und Österreich T. Bruner: Konzeption: Volleyball in der Grundschule - 2. Sequenz: Lernen und Anwenden spezifischer Technik C. Kröger & L. Krapp: Zur aktuellen Spielstruktur im Beachvolleyball C. Kröger: Spielerprofile im Beachvolleyball - Auf der Spur nach dem "gläsernen Spieler" J. Köppen & M. Raab: Das Hot-Hand-Phänomen im Volleyball H.-J. Wagner: Genetische Lehren und Lernen als Möglichkeit zur Vermittlung des Volleyballspiels in der (Grund)Schule B. Meyer: Ein datenbasiertes analytisches mathematisches Verfahren zur Modellierung des Rally-Point-Scoring-Systems im Volleyball - Möglichkeiten der Untersuchung zu inneren Merkmalen der Spielstruktur
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Spielsportarten Trainingswissenschaft Biowissenschaften und Sportmedizin
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Hamburg Czwalina 2010
Ausgabe:Hamburg: Czwalina, 2010.- 135 S.
Schriftenreihe:Sportwissenschaft und Sportpraxis, 160
Seiten:135
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch