Sex-specific reaction of the cardiac autonomic nervous system to different training phases in Swiss elite runners

(Geschlechtsspezifische Reaktionen des kardialen autonomen Nervensystems auf unterschiedliche Trainingsphasen bei Schweizer Eliteläufern)

Hintergrund: Die Analyse der Herzfrequenzvariabilität (HRV) ermöglicht eine Beurteilung der kardialen autonomen Nervensystemaktivität (CANA) und das Potenzial, Ausdauertraining zu steuern und Übertraining zu verhindern. Ziel der Untersuchung war, Geschlechtsunterschiede und geschlechtsspezifische Reaktionen des CANA in verschiedenen Trainingsperioden (TPs) von Schweizer Elite Läufer zu untersuchen. Methoden: Zwei HRV Messungen (jeweils 5 Minuten Rückenlage und 5 Minuten Stehen) pro Sportler wurden durchgeführt. Die erste während der Vorbereitungsphase (PP) und die zweite während Wettkampfphase (CP). Primäre Endpunkte waren Zeit-Domain-Marker der parasympathischen Aktivität (Quadratwurzel der mittleren quadratischen Unterschiede der sukzessiven R-R-Intervalle in Rückenlage, RMSSDsupine) und Frequenz-Domain-Marker der sympathovagalen Balance nach orthostatischer Belastung, Niedrig-Frequenz/Hochfrequenz Domänen Verhältnis, LF/HFstand). Durchschnittliche Trainingsstunden pro Woche (TSPW) sowie Anzahl der hochintensiven und niedrigintensiven TSPW wurden aufgezeichnet. Ergebnisse: Fünfzehn weiblich (23,5±4,2 Jahre) und 22 männlich (21,8±3,2 Jahre) Elite-Läufer wurden eingeschlossen. Frauen hatten eine höhere Anzahl von TSPW mit niedriger Intensität in der PP, ansonsten gab es keine Geschlechtsunterschiede in anderen Trainingsparametern. Frauen zeigten eine höhere RMSSDsupine und eine niedrigere LF/HFstand im Vergleich zu männlichen Läufern in beiden Trainingsperioden. Männer zeigten einen höheren LF/HFstand in der CP im Vergleich zur PP, während LF/HFstand bei Frauen unverändert blieb in beiden Perioden. Schlussfolgerung: Männliche Läufer zeigten eine Verschiebung hin zu höher Marker der sympathischen Aktivität in der CP im Vergleich zur PP während diese Marker sich bei weiblichen Läufern nicht zwischen den TP unterschieden. Im Vergleich zu Männern hatten Frauen höhere Marker der parasympathischen Aktivität und niedrigere Marker der sympathischen Aktivität in allen TP.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:Swiss Sports & Exercise Medicine
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 2017
Online-Zugang:https://www.sgsm.ch/fileadmin/user_upload/Zeitschrift/65-2017-1/1-2017_5_Schaefer.pdf
Jahrgang:65
Heft:1
Seiten:28-33
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch