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Auswirkungen eines Ultralangstreckenlaufs auf ausgewählte physiologische und psychologische Parameter als mögliche Marker von Überbelastungen

Überbelastungen stellen ein weit reichendes Problem im Leistungs- und ambitionierten Freizeitsport dar. Allgemein gültige Diagnoseparameter fehlen ebenso wie hinreichend verlässliche Parameter, die frühzeitige Warnhinweise bei zu hohen Belastungsfaktoren geben könnten und in der Trainingssteuerung einsetzbar sind. Für Ultralangstreckenläufer, die häufig mehrtägige Wettkämpfe absolvieren, sind besonders solche Parameter interessant, die sich im Feld und in nicht invasiver Form ermitteln lassen. 6 männliche Ausdauersportler ermittelten während einer Trainingsphase mit normalem Belastungsumfang während eines 17-tägigen Ultramarathons (Deutschlandlauf) sowie während einer anschließenden Regenerationsphase täglich die morgendliche Ruheherzfrequenz, Parameter der Herzfrequenzvariabilität (HRV) sowie die psychische Befindlichkeit. 4 der 6 untersuchten Sportler mussten den Lauf frühzeitig abbrechen, bei 3 Sportlern wurden diagnoserelevante Veränderungen bezüglich einer Überbelastung dokumentiert. Bei den Abbrechern traten bereits während der Wettkampfphase erhöhte Ruheherzfrequenzwerte, eine erniedrigte HRV sowie eine verschlechterte Befindlichkeit auf. Die untersuchten Parameter reagierten individuell unterschiedlich, zeigten jedoch bereits frühzeitig Auslenkungen an, die dem Abbruch des Laufs bzw. Diagnoseparametern einer Überbelastung vorausgingen.
© Copyright 2012 Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin und Sporttraumatologie. Rub Media AG. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin und Sporttraumatologie
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2012
Online-Zugang:http://www.sgsm.ch/ssms_publication/file/440/Ultra_1_2012.pdf
Jahrgang:60
Heft:1
Seiten:21-25
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch