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Nichtlineare Methoden in der trainingswissenschaftlichen Diagnostik: mit Untersuchungen aus dem Schwimmsport

(Non-linear methods of training scientific diagnostics - with studies in swimming)

Ziel der Promotion soll - neben einer Einbettung der trainingswissenschaftlichen Diagnostik in den sportwissenschaftlichen Kontext - die Übertragung von Theorien und Modellen aus der Neuroinformatik auf die Sportwissenschaft sein. Die zuvor beschriebenen selbstorganisierten Entwicklungsprozesse werden dabei im praktischen Teil mit Hilfe von Neuronalen Netzwerken analysiert. Im Mittelpunkt stehen die Klassifikation von Leistungsstrukturen und die Simulation zukünftiger Leistungsentwicklungen aus dem Schwimmsport. Neben diesem einleitenden Teil enthält die Arbeit vier weitere Kapitel. Kapitel 2 untersucht die trainingswissenschaftliche Diagnostik hinsichtlich ihrer Aufgaben, Modellvorstellung und Methoden. Nach WILLIMCZIK (1985, 18) ist hinsichtlich der Sportwissenschaft "die Forschungsmethodik zum entscheidenden Abgrenzungskriterium für die Anerkennung als Wissenschaft geworden", womit "eine Einseitigkeit der Begründung wissenschaftlicher Erkenntnisse über die Methodik" verbunden ist. Um einer solchen einseitigen Sichtweise vorzubeugen, werden innerhalb der trainingswissenschaftlichen Diagnostik Gemeinsamkeiten, Abhängigkeiten und Unterschiede in den Bereichen Leistungsfähigkeit, Training und Wettkampf untersucht sowie die Brücke zwischen trainingswissenschaftlicher Diagnostik und nichtlinearen Verfahren über die Begriffe der Interdisziplinarität und Integrativität geschlagen. In Kapitel 3 folgt eine theoretische Auseinandersetzung mit ausgewählten Methoden der künstlichen Neuronalen Netzwerke. Ausgehend von der Motivation, die zum Einsatz von künstlichen Neuronalen Netzwerken geführt hat, werden zwei in der Praxis häufig eingesetzte Modelle näher beschrieben. Ziel dieses Kapitels ist es, neben den theoretischen Grundlagen auch übergreifende zentrale Fragestellungen in der praktischen Umsetzung zu beantworten. Die nichtlinearen Modelle finden sich in Kapitel 4 wieder. Auf der Grundlage der theoretischen Positionen der trainingswissenschaftlichen Diagnostik werden nichtlineare Untersuchungen aus dem Schwimmsport unter dem zeitlichen Aspekt vorgestellt. Jede Untersuchung schließt mit einer Diskussion ab, in der die Angemessenheit der angewandten Methode hinterfragt wird. Kapitel 5 greift die wesentlichen Positionen der vorangegangenen Kapitel nochmals in einer zusammenfassenden Darstellung auf und endet mit einem Ausblick auf zukünftige Untersuchungsmethoden mittels nichtlinearer Verfahren.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft Ausdauersportarten Naturwissenschaften und Technik
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Potsdam 2005
Online-Zugang:https://publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/frontdoor/index/index/docId/484
Seiten:126
Dokumentenarten:Dissertation
Level:hoch