Der Einfluss von visko-elastischen Einlegesohlen auf physiologische und biomechanische Beanspruchungsparameter
Die Versorgung und Heilbehandlung laufinduzierter Überlastungsbeschwerden erfolgt neben krankengymnastischer Massnahmen meist durch individuell angepasste orthopädische Sportschuheinlagen. Der Behandlungserfolg ist sehr hoch (Lohrer 1989), da es möglich ist, mit unterschiedlicher Einlagenkonstruktion die Funktion der unteren Extremitäten zu einem Optimum anzupassen (Komi u.a.1993).
Sportschuhe haben Standardeinlegesohlen. Diese Innensohlen bestehen meist aus geschäumten Kunststoffen mit mehr oder weniger stark prominenter Unterstützung des Fusslängsgewölbes. Die Erfahrungen zeigen, dass sich Innensohlen schon nach wenigen Tragestunden den Druckverhältnissen unter dem Fuss anpassen und dämpfungsmindernde Deformationen aufweisen.
Einlegesohlen mit visko-elastischer Materialeigenschaft werden von vielen Sportlern als beschwerdelindernd bei aufkommenden Überbeanspruchungsreaktionen der unteren Extremität (z.B. patellares Schmerzsyndrom) und weniger muskelermüdend bei langen Laufeinheiten empfunden. Sensible Laufsportler berichten von einer besseren Bewegungskontrolle bzw. einem besseren Abdruckgefühl. Nach diesen subjektiven Erfahrungen stellt sich die Frage, ob visko-elastische Einlegesohlen das sportliche Leistungsvermögen und/oder das mechanische Beanspruchungsverhalten beeinflussen können. Diese Fragen versuchten wir durch eine an der Sportpraxis orientierte Studie zu überprüfen.
(Vortrag wurde gehalten auf dem Symposium der dvs-Sektion Biomechanik 11.03. bis 13.03.1999 in Münster)
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Ausdauersportarten |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
1999
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| Online-Zugang: | http://www.hottenrott.info/index.php?option=com_content&view=article&id=53%3Aeinlegesohlen&catid=38%3Apublikationen&Itemid=55 |
| Dokumentenarten: | Forschungsergebnis |
| Level: | hoch |