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Die mediale Schenkelhalsfraktur als Stressfaktor

Kasuistik eines 44-jährigen Sportlers, der sich während eines Marathonlaufes eine mediale Schenkelhalsfraktur zuzog. Ermüdungsfrakturen geschehen in der Regel aufgrund rezidivierender Mikrotraumen, bevorzugt im Langstreckenlauf und in der Leichtathletik. Über Stressfrakturen am Schenkelhals wurde bisher selten berichtet. Schwierigkeiten werden in der primären Diagnostik gesehen; sie wird oft erst bei kompletter Fraktur gestellt. Ein negativer Röntgenbefund und chronische Schmerzen führen zu weiterer Diagnostik wie Szintigrafie und Kernspintomografie, Frühzeichen einer sich anbahnenden Fraktur werden über lange Zeit verkannt und fehlgedeutet. Verspätete Diagnose, gerade am Schenkelhals, verschlechtert die Prognose. Sofortige, meist operative Therapie und sportartspezifischer, kontrollierter Belastungsaufbau führen zu guten Ausheilungsergebnissen.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:Sport-Orthopädie - Sport-Traumatologie
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2001
Online-Zugang:http://urbanfischer.isoftmedia.de/rechts.php/id~false/lan~ger/site~journalg/journal~1/name~17_2/article~5310022a.html
Jahrgang:17
Heft:2
Seiten:91-97
Dokumentenarten:Artikel
Level:mittel