Die richtige Abrolltechnik beim Laufen
Wie der Fuß auf den Boden aufgesetzt wird - das bestimmt maßgeblich die Lauftechnik. Folgende Laufstile werden unterschieden: Vorfuß- oder Ballenlauf: Fußaufsatz im vorderen Drittel der Laufsohle Mittelfußlauf: Fußaufsatz im mittleren Drittel der Laufsohle Rückfuß- oder Fersenlauf: Fußaufsatz im hinteren Drittel der Laufsohle Die drei genannten unterschiedlichen Lauftechniken haben Einfluß auf die Belastung des Stütz- und Bewegungsapparates, auf die energetische Beanspruchung, auf die muskuläre Ermüdung und den Wirkungsgrad. Eine Änderung des Fußaufsatzes führt häufig zu einer veränderten Lauftechnik. Beim Fersenläufer besteht die Gefahr eines "passiven Fußaufsatzes" deutlich vor dem Körperschwerpunkt, der mit relativ gestrecktem Bein und verstärkt gebeugtem Sprunggelenk (Dorsalflexion) erfolgt. Beim Mittel- und Vorfußlauf hingegen kommt meist ein eher "aktiver Fußaufsatz" dichter unter dem Körperschwerpunkt zum Tragen. Dabei wird der Fuß tendenziell mit einer stärkeren Kniebeugung und eher neutralem bzw. leicht gestrecktem Sprunggelenk (Plantarflexion) aufgesetzt. Wird der Fuß in der weiteren Stützphase bis zum leichten Fersenkontakt abgesenkt, können die viskoelastischen Eigenschaften des Binde- und Stützgewebes optimal genutzt werden. Durch eine hohe Flexibilität im Sprunggelenk kann eine effektive Schrittgestaltung (z.B. Schrittverlängerung nach hinten) erreicht werden.
© Copyright 2004 Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin Trainingswissenschaft |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
2004
|
| Online-Zugang: | https://www.loges.de/de/service/magazin/die-richtige-abrolltechnik-beim-laufen/ |
| Dokumentenarten: | elektronische Publikation |
| Level: | mittel |