Ausbildungs- und Prüfungs-Ordnung 2014 (APO). Regelwerk für Ausbildung und Prüfung im deutschen Pferdesport
Am 1. Januar 2014 tritt eine neue Ausbildungs- und Prüfungsordnung (APO) für die Ausbildung und Prüfung im deutschen Pferdesport in Kraft. Diese beinhaltet Neuerungen im Abzeichensystem, im Mentorensystem für Ausbilder, bei der Gestaltung flexiblerer Wege ins Richteramt sowie in der FN(Federation Equestre Nationale)-Kennzeichnung Pferde haltender Betriebe und Vereine. Die größten Veränderungen finden sich bei den Abzeichen. Aus dem vormals in Motivations- und Leistungsabzeichen unterteilten Abzeichensystem wird ein zehnstufiges System mit Reit-, Fahr- und Voltigierabzeichen. Der Einstieg beginnt mit der Stufe 10. Die bisherigen Motivationsabzeichen wurden in das neue System integriert. Ab 2014 werden Fähigkeiten und Fertigkeiten in kleineren Ausbildungsschritten vermittelt und abgefragt. Aufgabe der Reitabzeichen 10 bis 6 ist es, grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit dem Pferd zu vermitteln und Kinder mit spielerischen Elementen an das Reiten, Fahren und Voltigieren heranzuführen. Aufgabe der Reitabzeichen 5 bis 1 ist es, praktische und theoretische Kenntnisse und Fähigkeiten im Reitsport zu vermitteln und zu überprüfen, eine sinnvolle, an den Richtlinien für Reiten und Fahren orientierte Ausbildung zu fördern und einen Leistungsanreiz zu schaffen. Erreichbare Teilerfolge und geringere Hürden zur nächsten Abzeichenstufe steigern die Motivation, sich weiter zu qualifizieren und Ausbildungsfortschritte nachzuweisen. In den Vereinen und Institutionen des organisierten Pferdesports gibt es für alle Alters- und Leistungsklassen - für Reiter, Fahrer und Voltigierer - attraktive Angebote für eine fachlich begleitete Weiterentwicklung der eigenen Fertigkeiten und Qualitäten. In der Ausbildung der Lehrkräfte/Ausbilder gibt es ebenfalls eine Reihe von Neuerungen. Unter anderem wird ein sogenanntes Mentorensystem eingeführt. Mentoren werden Ausbilder auf aufbauende Trainerprüfungen vorbereiten und in der Prüfung begleiten. Die Trainerausbildung kann in Modullehrgängen absolviert werden, womit eine bessere Vereinbarkeit von Berufsleben und Trainerausbildung beabsichtigt wird. Es wird veränderte Zulassungsbedingungen und eine verstärkte inhaltliche Differenzierung der Trainer C Leistungssport und Basissport sowie neue Ergänzungsqualifikationen zu Spezialthemen wie Kinderunterricht, Bodenarbeit, Sitz- und Gleichgewichtsschulung geben. Die Ausbildung wird optimiert und der Praxisbezug in allen Ausbildungsangeboten vertieft. Es erfolgt eine Neuordnung des Berufes Pferdewirt, wobei alle Neuerungen auf die Qualitätssicherung einer fachlich fundierten Ausbildung abzielen. Über die Bestimmungen zum Turnierreiten hinaus widmet sich der Abschnitt H der Ausbildung von Fachleuten im Therapeutischen Reiten (Hippotherapie) - dies umfasst auch die Weiterbildung und Prüfung von Physiotherapeuten und Ärzten. Im Anhang gibt es ein aktuelles Verzeichnis der zuständigen Stellen für die Berufsausbildung zum Pferdewirt, kurze Hinweise zur Diplomtrainer Reiten-Ausbildung an der Trainerakademie Köln sowie eine Übersicht zu Ausbilder-Auszeichnungen und Ausbildungsgänge im Gangreiten, für Fuhrleute zum Holzrücken und über Ausbildungsgänge in klassisch-barocker Reiterei. Die Ausführung des Werkes als Ringbuch ermöglicht das Einfügen neuer und ggf. den Austausch überholter Inhalte.
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| Subjects: | |
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| Notations: | technical sports |
| Language: | German |
| Published: |
Warendorf
FN-Verlag der Deutschen Reiterlichen Vereinigung
2013
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| Pages: | 544 |
| Document types: | book |
| Level: | advanced |