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Training the underwater swimmer - Fluid dynamics

(Training des Unterwasser-Schwimmers - Hydrodynamik)

Zu den Unterwasserphasen beim Schwimmen - von einigen betrachtet als die "fünfte Disziplin" und von großer Bedeutung für schnelles und effektives Schwimmen. Einige Trainer , wie beispielsweise Ted Sallade, Trainer des zweitschnellsten US-amerikanischen Highschool-Brustschwimmers Ferguson, trainieren diesen Part auch speziell und regelmäßig. Dabei hat sich S. am Bewegungsmuster von "Spitzen-Taucher" M. Phelps orientiert. Auch andere Trainer beziehen das Unterwasser-Kicking regelmäßig in das Training ein. Wichtig ist es, beim Unterwasser-Kicking die richtige Tiefe einzuhalten - sowohl zu tief (zu nahe am Boden) als auch zu flach unter der Oberfläche wirken sich nachteilig aus, so "Unterwasser-Pionier" David Berkoff, der seinerzeit bis zu 60 % der Strecke in einem Rücken-Rennen unter Wasser "schwamm". Der vierfache Olympiamedaillengewinner trainierte bis zu 2000 y am Tag mit Flossen im Ausdauer- und Schnelligkeitsbereich. Mit der Monoflosse absolvierte er beispielsweise häufig 16x 50 y unter Wasser (Abgangszeit 1 min). Ein weiterer Set bestand aus 65x 100 y (Kurzbahn) ohne Flossen, Abgangszeit 1:15 mit jeweils folgender Ausrichtung: #1 und 3: leichtes Schwimmen, # 2: die ersten und letzten 25 y ohne Atmung, # 4: die mittleren 50 y ohne Atmung, # 5: Rücken-Sprint. Auch Misty Hyman, Olympiasiegerin 2000 über 200 m Schmetterling, trainierte ganz gezielt das Unterwasser-Kicking, da sie sich bewusst war, dort Vorteile gegenüber der Konkurrenz zu haben, der sie über Wasser körperlich und kräftemäßig unterlegen war. Seit dem Alter von 13 Jahren trainierte H. mit der Monoflosse, in den Schwimmarten Freistil, Rücken und Schmetterling. Die Anzahl der Unterwasser-Kicks nach jeder Wende und nach dem Start wurde schrittweise erhöht. Im Training wurden jeweils zwei Kicks mehr gemacht, als im Wettkampf. Nach Studien an Fischen, Analysen von Filmen und eigenen Experimenten fand H.s Trainer heraus, dass es Vorteile bringt, beim Kicking eine große Bewegungsamplitude zu realisieren und den gesamten Körper einzubeziehen. Entscheidende Größen sind die Distanz pro Kick und die Kick-Frequenz. das Ziel ist es, mehr Meter unter Wasser mit weniger Kicks zu schaffen. Mit dem optimalen Verhältnis zur Armzugfrequenz kann eine deutliche Zeitersparnis erreicht werden. Heutzutage stellt eine Wende im Schwimmen nicht einfach nur einen bloßen Richtungswechsel dar, sondern vielmehr eine Möglichkeit zur Beschleunigung, die durch gutes Unterwasser-Kicking entweder genutzt oder durch schlechtes vertan werden kann.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten
Tagging:Unterwasser
Veröffentlicht in:Swimming World Magazine
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 2009
Jahrgang:50
Heft:5
Seiten:38-39
Dokumentenarten:Artikel
Level:mittel