Kinematische und dynamische Bewegungsanalyse der Starttechnik im Rückenschwimmen

Problemstellung Im Rückenschwimmen (50m) wird geschätzt, dass der Anteil der Startbewegung 30% an der Schwimmleistung ausmacht. Methoden Neun Rückenschwimmer (A/B-Kader des Deutschen Schwimmverbandes) absolvierten vier Rückenstarts über eine Distanz von 7,5m. Diese Untersuchung kombiniert eine synchronisierte und getriggerte Anwendung kinematischer, dynamischer und elektromyographischer Methoden. Die Differenzen der kinematischen und dynamischen Daten wurden durch Korrelationsberechnungen nach Pearson und mit dem gepaarten T-Test statistisch analysiert. Ergebnisse Bei den Probanden zeigen sich signifikante Zusammenhänge zwischen den Abdruckkräften (FRMax2) und der Startzeit bis 7,5m (r=-.83, p<.01; [n=9]). Die elektro-myografischen Ergebnisse zeigen hohe Muskelaktivitäten der oberen Extremitäten bis zum Zeitpunkt »take off«. Gleiches ist bei den unteren Extremitäten zu beobachten, wobei die höchsten Aktivitäten erst in der anschließenden Unterwasserphase erreicht werden. Diskussion Die kinematischen Ergebnisse entsprechen weitgehend den in der Literatur publizierten Daten (vgl. Küchler & Leopold, 2000). Bei den dynamischen Daten verweisen schnelle Zeiten an der 7,5-m-Marke auf sehr hohe "Kraftimpulse" beim Abstoß und hohe Abfluggeschwindigkeiten. Dies lässt sich anhand der vorliegenden elek-tromyographischen Befunde verifizieren.
© Copyright 2007 SportStadtKultur. 18. Sportwissenschaftlicher Hochschultag der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft. Veröffentlicht von Czwalina. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Trainingswissenschaft Naturwissenschaften und Technik Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:SportStadtKultur. 18. Sportwissenschaftlicher Hochschultag der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Hamburg Czwalina 2007
Schriftenreihe:Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 168
Seiten:196-197
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch