Untersuchung zur Ursache von Artefakten in der mobilen Erfassung der Herzfrequenzvariabilität (HRV) bei Laufbelastungen

Ziel dieser Studie war es, den Zusammenhang zwischen den relativen Verschiebungen eines Elektrodenbrustgurts und auftretenden Artefakten im RR-Tachogramm bei der Laufbewegung zu untersuchen. Diskussion/Schlussfolgerung: Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die relative Artefakthäufigkeit bei der Laufbewegung hoch ist, interindividuell stark streut und mit zunehmender Geschwindigkeit sogar noch steigt. Dennoch müssen den aufgetretenen Artefakten primär andere Ursachen zugeschrieben werden als die gleichmäßig oszillierende relative Verschiebung des Brustgurtes in horizontaler und vertikaler Richtung, da die periodisch auftretenden Verschiebungen des Brustgurtes nur sehr schwache bis mittlere, ungleichgerichtete Korrelationen mit der Artefakthäufigkeit aufwiesen. Es gilt hierbei allerdings zu diskutieren, dass zum einen nur ein kurzer Teilabschnitt der 3- minütigen Belastungsdauer kinematisch analysiert werden konnte und dass das Auftreten von Artefakten im RRTachogramm beim Laufen primär auf "Missing Beats" zurückzuführen war, welche a-periodisch im RR-Tachogramm auftraten und generell durch unterschiedliche Faktoren verursacht werden können (Moulder 1992). In zukünftigen Studien könnte eine umfassende, nicht-lineare Analyse der Gurtbewegungen diesbezüglich neue Erkenntnisse liefern.
© Copyright 2006 Herzfrequenzvariabilität: Methoden und Anwendungen in Sport. Internationales Symposium am 5. November 2005 in Halle (Saale). Veröffentlicht von Czwalina. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:Herzfrequenzvariabilität: Methoden und Anwendungen in Sport. Internationales Symposium am 5. November 2005 in Halle (Saale)
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Hamburg Czwalina 2006
Schriftenreihe:Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 162
Seiten:188-196
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch