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Training Michael Phelps - Americal Flyer

(Das Training mit Michael Phelps - dem amerikanischen Schmetterling)

Eine Komponente der phänomenalen Leistungen von Michael Phelps (P.) ist seine für das Schwimmen wie maßgeschneiderte Physis (193 cm Körperhöhe, langer Oberkörper, lange Arme, gute Beweglichkeit in Schulter, Oberkörper und besonders in den Fußgelenken). Die Hauptkomponente ist jedoch das sorgfältig geplante Trainingsprogramm, welches sein Trainer speziell für ihn erarbeitete. Dieser bescheibt im Artikel dieses Programm und stellt einige Beispieltrainingseinheiten und beispiel-Mikrozyklen vor. P. ist ein ausgesprochener Wettkampftyp - ab und zu (selten geworden!) muss er schwer davon überzeugt werden, auch einen Trainingstag, an dem es schwer läuft, nach Plan und voll konzentriert durchzuziehen. Zusätzlich zum Wassertraining wurde 2002 in P.'s Programm das Medizinballtraining von M. Barrowman aufgenommen. Es wird angestrebt, P. weiterhin als kompletten Schwimmer zu entwickeln - mit etwas stärkerem Augenmerk auf den langen Freistilstrecken. Eine seiner beeindruckendsten Trainingsaufgaben sind 5000 F in 46:34 (d.h. <9:20/1000), derartige Dinge sind von anderen nur schwer wiederholbar. Seit 3 Jahren wird das Training von P. als Jahreszyklus geplant. "Zwischendurch-Erfolge" interessieren weniger, die Planung ist ausgerichtet auf das mittelfristige Ziel WM 2003 in Barcelona und auf das langfristige Hauptziel Olympia 2004. In Barcelona wird P. ein Mammutprogramm absolvieren (100+200S, 200+400L, 4x200F Staffel, 4x100 L Staffel und wahrscheinlich 4x100F Staffel - jeweils mit Vorläufen, Halbfinals und Finals). Die Vorbereitung darauf begann mit hohen Umfängen im Herbst (Mix aus 70-80 Meilen/Kilometer pro Woche + 30-45 min Landtraining an 6 Tagen pro Woche). In der Zeit von September bis Dezember lag das Hauptaugenmerk auf der struktuerellen Adaptation. Daneben stand die Stimulierung der physiologischen Entwicklung im Vordergrund. Zu dieser Zeit fand kein Fine-Tuning statt, es wurde vielmehr viel Zeit für Ausdauertraining, Technikkorrekturen und Krafttraining aufgewendet. Dieses Training wird bis zu den Frühjahresmeisterschaften fortgesetzt. Im April/Mai wird es in erster Linie um die funktionelle Adaptation gehen sowie Training im koordinativen Bereich, schnelle und wettkampfspezifische Belastungen werden dazukommen.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:Swimming Technique
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 2003
Ausgabe:El Segundo 39(2003)4, S. 8-12
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel