Hormone plasma levels from pituitary-gonodal axis in performance athletes after the 400 m run

(Hormonplasmawerte von der Hypophysen-Gonaden-Achse bei Sportlern nach dem 400-m-Lauf)

Ziel der Studie war der Vergleich der Veränderungen der Konzentrationen der Hormone von der Hypophysen-Gonaden-Achse infolge eines 400-m-Laufes bei guttrainierten Athleten (Vizeweltmeister in der Halle und im Sommer 1999; n=6)) vs. Athleten mit kürzerer Trainingserfahrung und schlechteren Ergebnissen (n=6). Von einem 400-m-Lauf wurde angenommen, er stimuliert Hormonveränderungen. Vor, unmittelbar nach und 24 h nach dem Testlauf erfolgten Blutentnahmen. Im Serum wurden folgende Hormone bestimmt: LH, FSH, TT, FT sowie SHBG. Ergebnisse:' Bei den Top-Sportlern wurden unmittelbar nach dem Lauf ein statistisch signifikanter Anstieg von LH und FSH sowie ein Rückgang im freien und Gesamttestosteron gefunden. Bei den Sportlern mit niedrigerem Trainings- und Leistungsniveau wurde ein Anstieg von FSH, TT und FT festgestellt. Die SHBG-Konzentration veränderte sich nicht signifikant. In beiden Gruppen wurde nach dem Lauf ein Anstieg der Laktatkonzentration beobachtet, der jedoch bei den Topathleten höher war. In beiden Gruppen erreichten alle untersuchten Parameter (bis auf LH bei den Topathleten) ihre Konzentrationen der Vor-belastungs-Ausgangsuntersuchung. Bezüglich der gelaufenen Zeit ist anzumerken, dass die Topathleten die 400m in kürzerer Zeit als die anderen Probanden zurücklegten. Schlussfolgerungen: Die Topathleten, die im Schnitt über ein intenives Training von8 Jahren verfügten, verfügten über höhere VO2max und einen höheren Anstieg des Blutlaktats nach der Belastung als die trainingsjüngeren Athleten (Training im Mittel 4 Jahre), die eine niedrigere VO2max aufwiesen, schlechtere sportliche Leistungen und einen geringeren Laktatanstieg nach der Belastung zeigten. Beide Sportlergruppen zeigten unterschiedliche hormonelle Reaktionen auf den selben Belastungsimpuls. Der Unterschied basiert auf der Tatsache, dass nach dem Lauf bei den Topathleten der Abfall im gesamt- und im freien Testosteron sowie in der schwächeren probandengruppe der Anstieg der selben Parameter beobachtet wurde. Die bei den Topathleten beobachteten hormonellen Veränderungen aufgrund des langjährigen anaeroben Trainings könnten ein Beweis für die Verringerung der funktionellen Reserven in den Gonaden im Vergleich zu weniger trainierten Sportlern sein.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Kraft-Schnellkraft-Sportarten
Veröffentlicht in:The Journal of Sports Medicine and Physical Fitness
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 2002
Ausgabe:Torino 42(2002)2 S. 243-249, 9 Abb., 1 Tab., 22 Lit.
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel