Tech Tips: To finish or not to finish?...That's the question
(Technik-Tipps: Endspurt oder kein Endspurt innerhalb eines Zuges?...Das ist die Frage)
Es wird der offenbar strittigen Frage nach einem "Finish" innerhalb des Armdurchzuges/Bewegungszyklus nachgegangen. Gelehrt wird dieses Prinzip (langer Durchzug bis zum Oberschenkel) seit Jahren und noch heute, die Praxis zeigt jedoch, dass viele Spitzenschwimmer (u.a. M. Biondi, R. Carey, K. Perkins, A. Kasvio, A. Popov) keine solche Endbeschleunigungsphase in ihrer Technik aufweisen bzw. den Armdurchzug nicht - wie allgemein gelehrt - bis zur vollen Streckung durchführen, sondern ihn häufig recht kurz halten und schnell beenden. Diese Sportler zeichnen sich vielmehr aus durch einen fließenden, weichen Anfangszug sowie einer Beschleunigung und Kraft in der Aufwärts- und Rückwärtszugphase. Dazu kommt eine leichte Auswärtsbewegung im Endzug. Verf. hält einen Armdurchzug bis zur Streckung des Ellbogens im Endzug für ungünstig. Selbst Schwimmer, die ihren Arm über Wasser gestreckt rückführen (M. Klim, J. Evans) schwimmen nicht so (Streckung erst nach Beendigung der Wasserphase).
Verf. glaubt auch nicht, dass die Zuglänge der entscheidende Faktor im Schwimmen ist. Die Regel sollte sein: Verringerung der Zuganzahl pro Bahn mit minimalem Tempoverlust bzw. bei bereits vorhandener sehr guter Zuglänge halten dieser und allmählich Erhöhen des Tempos. Die schlechteste Variante ist ein Opfern der Zuglänge zu Gunsten zusätzlicher Geschwindigkeit (Zugfrequenz).
© Copyright 1998 American Swimming Magazine. ASCA. Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Ausdauersportarten |
| Veröffentlicht in: | American Swimming Magazine |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
El Segundo
1998
|
| Jahrgang: | 35 |
| Heft: | 2 |
| Seiten: | 26-28 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch mittel |