The influence of swimming velocity on the kinematic characteristics of backstroke swimming
(Der Einfluss der Schwimmgeschwindigkeit auf die kinematischen Charakteristika des Rückenschwimmens)
Ziel der Untersuchung war es herauszufinden, ob Veränderungen in der Geschwindigkeit beim Rückenschwimmen zu veränderten Zugmustern und zu einer veränderten Kinematik der Vortriebsbewegungen führen. Außerdem wurde ein Vergleich der Variation der Intrazyklusgeschwindigkeit des Körperschwerpunktes mit der der Hüfte vorgenommen.
Sieben gut trainierte Schwimmer beteiligten sich als Probanden (Alter 14.71 +/- 0.76, Körpergröße 1.74 +/- 0.39 m, Körpergewicht 63.14 +/- 5.52 kg, %Fett 15.40 % +/- 1.81). Jeder Proband absolvierte drei 50-m-Rückenschwimmstrecken mit 15 Minuten Erholung zwischen den einzelnen Versuchen. Die Geschwindigkeiten entsprachen 90 % (v90), 95 % (v95) und 100 % (vmax) der Bestleistung im Rückenschwimmen. Die Schwimmer wurden seitlich mit einer 60 HZ Videokamera aufgenommen. Die Aufnahmen wurden gemischt und digitalisiert für die weitere Verarbeitung in einem APAS System.
Die durchschnittlichen Spitzengeschwindigkeiten der Hand traten beim Upsweep (Hochführen des Armes bis zum Verlassen des Wassers) bei v90 und v95 sowie am Zyklusende bei vmax auf. Die Gesamtzykluszeit verringerte sich aufgrund des kürzeren Downsweeps (Herunterdrücken des Armes im Wasser bis zum tiefsten Punkt), des letzten Downsweeps und der Phase da der Arm das Wasser verläßt. Die relativen Anteile der einzelnen Phasen änderten sich aber nicht signifikant. Die Geschwindigkeitszunahme führte dazu, dass die Distanz zwischen dem Wassereintrittspunkt und dem Punkt des Verlassens des Wassers durch die Hand länger wurde, die durchschnittliche horizontale Zuglänge verringerte sich jedoch. Die Schwimmgeschwindigkeit bei sub-maximalen Geschwindigkeiten korrelierte gut mit der durchschnittlichen Geschwindigkeit beim Upsweep. Bei vmax gab es die höchste Korrelation allerdings in der letzten Phase des Downsweep. Es wurde eine inverse Korrelation der maximalen Geschwindigkeit über 50 m Rücken zum Umfang der Variationen der Intrazyklusgeschwindigkeit des KSP festgestellt. Dieser Parameter zeigte eine schwache individuelle Korrelation der Variation der Hüftgeschwindigkeit. Im Gegensatz dazu wurde eine hohe Korrelation zwischen dem Variationskoeffizienten der Geschwindigkeiten der Hüfte und des KSP festgestellt (r=0.99, p<0.001). Es scheint so, dass es nur geringe Auswirkungen von Geschwindigkeitsveränderungen auf die zeitlichen und räumlichen Bewegungsstrukturen gibt, wenn der Schwimmer seine motorischen Aktionen stabil ausführt. Beim schnellen Schwimmen kommt es offensichtlich zu einer größeren anterio-posterior-Stabilisierung der Hand, was auf ausgeprägtere huborientierte Zugbewegungen schließen läßt. Die Leistung ist dann in stärkerem Maße abhängig von der letzten Unterwasserphase. - leicht verändertes Autorreferat -
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| Notationen: | Naturwissenschaften und Technik Ausdauersportarten |
| Veröffentlicht in: | ISBS - Conference Proceedings Archive (Konstanz) |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
1998
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| Ausgabe: | Konstanz: UVB, 1998.- S. 217 |
| Dokumentenarten: | Kongressband, Tagungsbericht |
| Level: | hoch mittel |