John Urbanchek - Coach of Tom Dolan, Olympic Gold medalist 400 individual medley
(Zum Training von Tom Dolan - Olympiasieger über 400m Lagen)
Zum Training von Tom Dolan allgemein uind in Vorbereitung auf die Olympischen Spiele von Atlanta.
Bevorzugt werden in der Trainingskonzeption des Verf. längere Distanzen im Training, sehr selten werden 50 oder 1900m geschwommen.
Verf. weist darauf hin, daß ein Lagenschwimmer unbedingt Brust schwimmen können muß, was aber einigen schon aus anatomischer Sicht her nicht möglich ist.
Weiterhin sollten sie ein Gesprür für Geschwindigkeit haben. Verf. ist der Auffassung, daß ein Lagenrennen auf den beiden mittleren Strecken entschieden wird.
In den USA werden sehr viele Wettkampfstarts absolviert. Das Trainingsjahr beginnt im September. Nach etwa 4 Wochen ist die 75-80000-km-Grenze erreicht. Dort pegelt sich der Umfang ein, in ausbildungsfreien Zeiten wird er auf 90000 km erhöht. Im Tapering wird der Umnfang reduziert, für Langstreckler jedoch nicht so drastisch. Diese benötigen eine kürzere Erholungsphase (10-14 Tage). Verf. ist Verfechter des Schwellentrainings, das einen hohen Anteil in seiner Vorbereitung einnimmt. Verf. hat dabei seine eigene Methode, die Schwelle zu bestimmen (S. 99 rechts). Es wird mit den Langstreckebnschwimmern wenig VO2max-Training umgesetzt; vielmehr wird der Umfang des Schwllentrainings am Wochenumnfang schrittweise pro Woche gesteigert. Der höchste Anteil ist nach 6-8 Wochern erreicht.
Die Trainingseinheiten (TE) am Morgen werden nach Gefühl geschwommen, es gibt keine Intensitätsvorgaben, am Nachmittag werden dagegen gezielt Intenbsitätsbereichte eingesetzt.
Jede Woche besteht aus zwei kleineren Zyklen, wobei der Montag der wichtigste Tag ist (lange Belastung, Freistil). Dienstag wird gezielt in einer Schwimmart gearbeitet, wobei dem Brustschwimmen besondere Bedeutung beigemessen wird (die Lagenschwimmer trainieren mit den Spezialisten, es wird viel Beinarbeit absolviert). Mitwoch morgens ist trainingsfrei, am Nachmittag wird hochintensives VO2max-Training oder Laktattraining durchgeführt. Donnerstags folgt Schwellentraining, das Niveau liegt höher als am Montag. Verf. setzt im Prinzip immer die selben Trainingsbelastungen ein, wandelt diese für trainingsältere Sportler lediglich leicht ab. Das Ende der Woche richtet sich nach der Verfassung der Sportler.
Verf. setzt gern Gummi-Zugbänder als Trainingsmittel ein.
Einen wichtigen Stellenwert nimmt weiterhin das Hypoxietraining ein, das meist Vormittags absolviert wird.
Landtraining wird Montag, Mittwoch und Freitag eingebaut, es inklidiert Medizinballübungen, Schwimmbank und plyometrische Sprünge. Zu Trainingsjahresbeginn findet das Landtraining auch an den anderen Wochentagen statt, wird im Trainingsjahresverlauf dann jedoch reduziert.
Die Nutzung der aerob-anaeroben Schwelle und die daraus ermittelten Intervalle sind für Langstreckler ungünstig, diese sollten besser gleichförmige Sets anstelle von Intervallen absolvieren.
(Konkrete Beispiele aus dem Training werden zitiert.)
© Copyright 1998 The World Swimming Coaches Association Gold Medal Clinic Series, Volume 2. Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Ausdauersportarten |
| Veröffentlicht in: | The World Swimming Coaches Association Gold Medal Clinic Series, Volume 2 |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
1998
|
| Ausgabe: | Fort Lauderdale: The World Swimming Coaches Association (Hrsg.), 1998. - S. 97-104 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | hoch mittel |