Variations on a theme
(Variationen eines Themas: Vielfalt im Training)
Der Trainer der "alten Schule" berichtet über seine Auffassung von der grundsätzlichen Gestaltung des Trainings im Schwimmen und legt dabei besonderen Wert auf Vielseitigkeit. Er plädiert für abwechslungsreiches, vielseitiges Training, das alle Energiesysteme anspricht.
Bedauernd stellt er fest, dass einige früher gebräuchliche Trainingsmethoden heute nicht mehr angewandt werden, z.B. das Schwimmen mit Kleidungsstücken (im DDR-Trainingssystem üblich und sehr erfolgreich). Dieses kann sehr variabel und vielfältig gestaltet werden, ist zwar der Technik nicht dienlich, vermittelt aber - wenn es nur über kurze Zeit angewendet wird, z.B. einen Monat - viel Spaß und Kraft.
Häufig fehlt heute die Vielfalt in Trainingsprogrammen, sodass ein wichtiger Stimulus - der mentale - verlorengeht.
Vielseitig lassen sich unter diesem Aspekt z.B. hypoxische Belastungen gestalten (z.B. durch Variation des Atemrhythmus). Obwohl von der Wissenschaft verworfen, integriert Verf. Übungen wie Sets mit Vierer-, Fünfer- und Sechseratmung in seine Trainingsprogramme, um Abwechslung zu erreichen.
Eines seiner Konzepte/Programme heißt: S.F.E. (Something for everybody). Dahinter verbirgt sich eine vielseitige Trainingsgestaltung, die sehr viele Komponenten beinhaltet und anspricht, aber auf keinen Schwimmer (bestenfalls Lagenschwimmer) zugeschnitten ist. Jeder Schwimmer profitiert von diesen Programmen (Bsp. S. 19 links). Die Programme sind weder zu hart noch zu leicht.
Ein wichtiges Anliegen trifft ein weiteres Programm (HVO), in dem Widerstand und Unterstützung integriert sind (S. 19 rechts). Verf. bemängelt, dass häufig zu wenige Hilfsgeräte im Schwimmtraining eingesetzt werden (Gummis, Paddles, Zugseile, angebundenes Schwimmen ...).
Verf. ist Verfechter des "Vermischens von Programmen". Er wendet z.B. Variationen nach Touretski an und nimmt Variationen in verschiedene Richtungen vor. So bieten sich die Programme auch für alle Schwimmer an. (Bsp. S. 20) Derartige gemischte Trainings absolviert Verf. mit seinen Schwimmern in regelmäßigen Zwei-Wochen-Zyklen.
Neben der Vielseitigkeit im Schwimmtraining ist Verf. auch Befürworter des Betreibens von weiteren Sportarten neben dem Schwimmen. Er glaubt, dass ein solches ergänzendes Training nicht schadet, dafür jedoch positive Zusatzeffekte bringt (Spaß, koordinative Fähigkeiten, Kraft, zusätzliche Fertigkeiten). Allerdings sollte dieses Vielseitigkeitstraining in verschiedenen Sportarten auf das Endziel "Topleistung in einer Sportart" ausgerichtet sein.
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| Notationen: | Ausdauersportarten |
| Veröffentlicht in: | Australian Swimming Coach |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
1997
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| Jahrgang: | 13 |
| Heft: | 7 |
| Seiten: | 17-20 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch mittel |