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A guide to swimming down

(Ein Ratgeber für das Ausschwimmen)

Der australischen Schwimm-Mannschaft stehen Physiologen speziell für die Überwachung des Ausschwimmens, dem große Bedeutung beigemessen wird, zur Verfügung. Gründe für das Ausschwimmen: - Beschleunigung des Prozesses der Homöostase (Rückkehr der Systeme des Körpers auf normalen Status) - Beschleunigung der Wiederherstellung des Herz-Kreislauf-Systems, - Beschleunigung der Wiederherstellung des Atmungssystems, - Beschleunigung des Abbaus überschüssigen Laktats aus Muskel und Blutkreislauf, - Verringerung des Ausmaßes von Mikrotraumen im Muskel- und Bindegewebe, - Verringerung von Verkürzungen im Muskel-Skelett-System (Bänder und Sehnen), - Vorbereitung des Sportlers auf den folgenden Wettkampf/die folgende Trainingseinheit. Das Ausschwimmen erfolgt nach Programmen über 800 m (800-1200 m), die auf verschiedene Weise unterteilt werden, z.B.: 4x200 m, 400 + 4x100 m oder 2x(200 m + 4x50 m). Der größte Teil des Programms wird in den Schwimmarten Freistil und Rücken absolviert. Die 4x50 m beinhalten auch die Hauptschwimmart. Die 200- und 400-m-Segmente werden in moderater aerober Geschwindigkeit absolviert. Herzfrequenzkontrollen sollten erfolgen. Kürzere 15-m-Abschnitte können auch intensiver geschwommen werden. Die Technik sollte korrekt ausgeführt werden. Es werden Beispiele für das Abwärmen für einen Schmetterlings-, einen Freistil- und einen Brustschwimmer aufgeführt. Diese Programme gelten als Minimum für das Ausschwimmen. Andere Wissenschaftler verwenden zur Steuerung des Ausschwimmens Herzfrequenzmessungen aller 400 m. Das Ausschwimmen wird erst beendet, wenn die Hf konstant auf 90 bis 100 Schlägen/min beharrt. Eine andere Steuermöglichkeit beim Ausschwimmen ist das Prüfen des Laktats. (Anmerkung: Die Nachbelastungs-Laktatwerte differieren sehr stark und sind von verschiedenen Faktoren beeinflußbar.) In der Regel ist der Laktatspiegel nach dem Ausschwimmen von 800 bis 1200 m von etwa 10 mmol/l nach der Belastung (oder mehr) wieder auf unter 3 mmol/l zurückgegangen. Sollte diese Normalisierung noch nicht eingetreten sein, sollte der Schwimmer - wie bei der Herzfrequenzsteuerung - weitere 200-400 m ausschwimmen. Entsprechende Untersuchungen während der WM-Trials im Oktober 1997 in Brisbane bestätigen diese grundlegenden Untersuchungen, die jedoch sehr individuell für jeden Sportler ausgetestet und umgesetzt werden sollten.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:Australian Swimming Coach
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1997
Jahrgang:13
Heft:6
Seiten:23-24
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel