Alteration of muscular perfomances at the end of a triathlon and a marathon

(Veränderung der Muskelleistung am Ende eines Triathlons bzw. Marathons)

Ziel der Studie war der Vergleich der Wirkunge zweier Dauerbelastungen (Triathlon vs. Marathon) auf die Muskelkapazität beim Sprung mit einleitender Gegenbewegung (CMJ). Methode: Sieben gut trainierte Triathleten absolvierten drei Testversuche: einen Triathlon über 2:15h (30 min S, 60 min R, 45 min L), einen Marathon über 2:15h, wobei die letzten 45 min mit der selben Geschwindigkeit absolviert wurden, wie der Lauf im Triathlon (d.h. 75% der maximalen aeroben Geschwindigkeit) sowie ein 45 min Einzellauf mit der gleichen Geschwindigkeit. Auf einer Kraftplattform wurden vor und nach den Tests drei Sprünge mit einleitender Gegenbewegung absolviert. Die Flugzeit ermöglichte die Berechnung des Körperschwerpunktes (KSP). Ebenfalls registriert wurde die vertikale Komponente der Bodenreaktionskraft. Ergebnisse: Nach dem Marathon und dem Triathlon war die maximale Höhe des Anhebens des KSP beim CMJ-Test signifikant niedriger. Nach dem Marathon fiel diese Verringerung deutlicher aus als nach dem Triathlon. Die Dauer der einzelnen Phasen beim CMJ sowie dessen Geamtdauer veränderten sich nicht signifikant. Dagegen waren die Werte des negativen Impulses des CMJ, die mit der Verlangsamung während der Beugung einhergingen, nach dem Marathon und Triathlon deutlich niedriger. Diese Daten weisen darauf hin, daß die Kapazität zur Ausführung exzentrischer Nuskelkontraktionen durch den m. quadriceps verändert werden kann. Die Verminderung der vertikalen Komponente der Bodenreaktionskraft zu Beginn der Abdruckphase (d.h. sofort nach der maximalen Beugung) könnte den Kapazitätsverlust/ Leistungsrückgang während des CMJ teilweise erklären. Die Spitzenwerte der Bodenreaktionskraft am Ende der Abdruckphase veränderten sich jedoch nach der Belastung nicht. Diese Beobachtungen können als eine geringere Veränderung der Fähigkeit zur Ausführung konzentrischer Muskelkontraktionen durch die Kniestrecker interpretiert werden. Früher Studien haben außerdem gezeigt, daß eine Dauerlaufbelastung leicht Gleichgewichtsstörungen nach der Belastung hervorrufen kann. Posturale Veränderungen während des Sprungs mit einleitender Gegenbewegung können somit auch erklärt werden durch eine weniger effektive Verwendung der sensorischen (insbesondere der propriozeptiven) Inputs. Muskuläre Leistungen insbesondere konzentrischer Kontraktionen verändern sich nach einem Marathon stärker als nach einem Triathlon. (Siehe auch in: "2nd INSEP International Triathlon Congress - European Symposium "Triathlon Sydney 2000". INSEP (Hrsg.), 1998. - S. 362-363, L319 / I.L.11. / 25829, ISBN: 2-86580-102-0)
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:Symposium Européen Triathlon Sydney 2000
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1998
Ausgabe:Paris: INSEP (Hrsg.), 1998. - S. 80
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch mittel