The impact of bike-riding in a drafting position on the subsequent run performance during the triathlon
(Einfluß des Radfahrens im Windschatten auf die nachfolgende Laufleistung im Triathlon)
Eine Studienreihe in Zusammenarbeit zwischen INSEP, Französischem und Europäischem Triathlonverband war ausgerichtet auf die Charakterisierung der physiologischen Besonderheiten und Unterschiede zwischen dem Radfahren allein im Vergleich zum Radfahren im Windschatten während eines Triathlons. Konkret standen folgende Aufgaben : a) Vergleich des Energieverbrauchs während des Rad-Parts im Triathlon unter verschiedenen Bedingungen (ohne Windschatten, permanentes Windschattenfahren, Mannschafts-Windschattenfahren), b) Vergleich der physiologischen Unterschiede (Herzfrequenz, Sauerstoffverbrauch, Laktatbildung) und der Leistung im darauffolgenden Rad-Part unter den drei o.g. Bedingungen. Es erfolgten in allen Experimenten Gasanalysen mittels Telemetrie.
Das erste Experiment fand 1996 in Finnland mit acht Spitzentriathleten statt. Es erfolgten drei Feldtests: ein 5-km-Lauf, ein Sprint-Triathlon (750/20/5) ohne Windschatten sowie der selbe Sprint-Triathlon mit permanentem Windschattenfahren. Zwischen den beiden Triathlons waren drei Tage Zwischenraum. Während des Radfahrens mit Windschattenerlaubnis erfolgte eine ständige Beobachtung der Geschwindigkeit, um das Geschwindigkeitsprofil des Radfahrens ohne Windschatten dank eines Radspezialisten exakt reproduzieren zu können. Die Triathleten waren angehalten, die schnellstmögliche Zeit zu erreichen.
Ergebnisse:
Bei vergleichbarer Schwimmleistung und vergleichbarem Anstregungsgrad beim Schwimmen in beiden Triathlonversionen sowie bei gleicher Radgeschwindigkeit waren Sauerstoffverbrauch, Ausatemfluß, Herzfrequenz und Laktatlevel niedriger unter den Bedingungen des Windschattenfahrens. Das Erreichen einer besseren Laufleistung (schnellere Laufzeit) nach dem Windschattenfahren geht außerdem mit einer globalen Erhöhung aller physiologischer Parameter beim Lauf nach dem Radfahren ohne Windschatten einher. Obwohl tatsächlich ein Unterschied in der Laufleistung im Vergleich zwischen dem Lauf nach dem Windschattenfahren und dem Kontrollauf vrliegt, ist festzustellen, daß dieser sehr gering ausfällt.
Schlußfolgerung:
Das Radfahren im Windschatten über die gesamte Distanz eines Triathlon-Radparts hat eine deutliche Verringerung des Energiebedarfs bei einer festen Geschwindigkeit zur Folge und schafft somit die Voraussetzung für eine bessere Leistung im darauffolgenden Laufpart.
Ein zweites Experiment läuft im Moment: Verglichen werden hier der Energieverbrauch und der Einfluß auf die darauffolgende Laufleistung bei einer festen Geschwindigkeit unter zwei unterschiedlichen Windschattenbedingungen: dem konstanten Windschattenfahren und dem Windschattenfahren ähnlich einem Mannschaftsfahren. Ziel dieser wettkampfnahen Untersuchungen ist eine Verbesserung der Rennstrategie sowie die Optimierung des Radtrainings.
(Siehe auch in: "2nd INSEP International Triathlon Congress - European Symposium "Triathlon Sydney 2000". INSEP (Hrsg.), 1998. - S. 274-282,
L319 / I.L.11. / 25829, ISBN: 2-86580-102-0)
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Ausdauersportarten |
| Veröffentlicht in: | Symposium Européen Triathlon Sydney 2000 |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
1998
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| Ausgabe: | Paris: INSEP (Hrsg.), 1998. - S. 62 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | hoch mittel |