Chinese Swimming

(Schwimmsport in China)

Verschiedene kleinere Beiträge und Statistiken zum chinesischen Schwimmsport. 1. Der Schwimmsport in China - Deja vu - immer wieder 2. Weltbestenliste: Vor und nach Chinameisterschaften 3. Medailllenprognose für WM 1998 4. Handlungsvorschlag 5. ASCTA-Vorschläge zur Dopingsituation in China 6. Statistik zu den Chinesischen Meisterschaften. P. Witten erläuert die Historie des chinesischen Dopinproblems: An den WM 1994 gewannen die Chinesinnen 12 von 16 möglichen Goldmedaillen, stellten dabei 5 Weltrekorde auf. Diese Leistungen setzten sich hochgradig von denen der Männer ab. Bis dato wurden jegliche Dopinganschuldigungen permanent abgestritten. Nur einen Monat nach den WM wurden 11 positive Dopingproben chinesischer Sportler bekannt, darunter 7 Schwimmer (Steroide). Insgesamt wurden seit 1991 23 chinesische Schwimmer(innen) positiv getestet. Der Rest der Welt dagegen brachte es auf nur drei Fälle. 1996 mit einem nach eigenen Aussagen sauberen Team errangen die Chinesinnen lediglich eine Goldmedaille in Atlanta. Das gleiche Bild zeigte sich 1997/98: Eine Leistungsexplosion der chinesischen Schwimmerinnen zu den nationalen Meisterschaften in Shanghai im Vorfeld der WM: Danach - rangierten die Chinesinnen in 8 von 13 Disziplinen auf dem 1. Platz der WBL, - in sechs der 13 Disziplinen nahmen die Chinesinnen den 1. und 2. Platz der WBL ein, - nach der Addition der Einzelzeiten müssten die Chinesinnen in Perth in allen drei Staffeln einen neuen WR aufstellen, - in sechs Disziplinen haben die Chinesinnen 5 Vertreterinnen unter den Top 10, - über 400 m Lagen belegen Chinesinnen die Plätze 1, 2, 3 und haben sechs Sportlerinnen unter den Top 10, - die chinesische Siegerstaffel (Klubmannschaft) über 4x200F bei den Nationalen Meisterschaften schwamm neun Sekunden schneller als die USA-Auswahlmannschaft, - die 8 Chinesinnen, die den 1. Platz der WBL einnehmen, befanden sich vorher nicht unter den Top 50, - auch die 7 Schwimmerinnen, die den 2. Platz in der WBL einnehmen, waren vorher nicht unter den Top 50 plaziert, - zwei Schwimmerinnen, die vorher nicht unter den Top 50 waren, brachen in Shanghai einen WR, dies gab es nie zuvor im internationalen Schwimmsport. Interessant sind dazu auch die beiden Tabellen Seite 2 und 6 (Veränderungen in der WBL durch die Meisterschaften in Shanghai mit riesigen Sprüngen einzelner Chinesinnen sowie statistische Analyse der Nationalen Meisterschaften 1997 im Vergleich zu den im Vorjahr erzielten Zeiten bei den Olympischen Spielen in Atlanta). Handlungsbedarf ist angezeigt, Vorschläge dazu werden unterbreitet.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:American Swimming ASCA Newsletter
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: Fort Lauderdale 1997
Heft:10
Seiten:1-6
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel