The Italian road to the marathon

(Der italienische Weg zum Marathon)

Der Beitrag enthält 4 Schwerpunkte: 1. Merkmale der italienischen Marathonschule 2. Grundtrainingsmethoden - Training der aeroben Kapazität - Training des aeroben Widerstands - Training des speziellen Widerstands im Marathon 3.Periodisierung 4. Unterschiedliche Marathonläufertypen Zu 1. Schlüsselpunkte, die die aktuelle "Marathonphilosophie" , auf der die Trainingsstrategie beruht, kennzeichnen: A. Extensives Training: Der erste wichtige Punkt bei der Vorbereitung eines Marathonläufers ist der Anstieg des Trainingsumfanges bei einer Intensität, die mit den persönlichen Zielen und der aeroben Kapazität, die ein Sportler besitzt, übereinstimmt. B. Spezielles Training: Spezielle TE des Marathonläufers werden bei einer Intensität zwischen 97 und 103% der erwarteten Wettkampfgeschwindigkeit ausgeführt und über 1/2 bis 2/3 der Wettkampfstrecke. C. Alle TE bei einer Geschwindigkeit unter 97% oder über 103% der Wettkampfgeschwindigkeit oder die weniger als die Hälfte der Gesamtwettkampfzeit dauern, entwickeln die allgemeinen Grundlagen des Marathonläufers und dienen der Unterstützung des intensiven Widerstands (auf organischer Ebene) oder der extensiven Kraftausdauer (auf muskulärer Ebene). D. Die extensiveren TE, die Wettkampfstrecke oder -zeit übersteigen, haben eine große Bedeutung sowohl für die speziellen TE unter metabolem Aspekt als auch die spezielle direkte TE unter bioechanischem und mentalem Aspekt. Außerdem tragen sie zur Verbesserung des Temperatur- und Wasser-Salz-Gleichgewichts bei. Zu 2. Trainingsmethoden für die aerobe Kapazität mit Belastungsangaben: schneller Dauerlauf (20-40'/104-107% MPR/ Wettkampfgeschwindigkeit)) schneller progressiver Lauf (20-40'/102-108%) lange Variationen (5000/7000m, 15-21km, 103-107%)) mittlere Variationen (3000/5000m/12-15km, 105-108%) kurze Variationen (1000/3000m, 10-12km, 106-110%) gemischte Variationen (400-3000m, 10-12km, 107-112%) Dauerberganläufe (6-10km, Anstieg 3-6%)) Wettkampf (6-12km, Cross/Straße/Bahn) Trainingsmethoden für speziellen Widerstand im Marathon mit Belastungsangeben: progressiver Lauf mittleres Tempo (1h-1h 30', 85-100%) progessiver Lauf mittleres-schnelles Tempo (45'-1h, 95-105%) Dauerlauf mittleres gleichmäßiges Tempo (1h-1h 30',90% ) langer Widerstandslauf (2h 15'-3h, 80%) langer Widerstandslauf mit kurzen Variationen (1h 45'-2h 15', 80%, Variationen 500-100m,105-105% ) langer Widerstandslauf mit langen Variationen (1h 45'-2h 15', 80%, Variationen 3-7km, 100%) Dauerberglauf (18-30km, Anstieg 3-6%) Trainingsmethoden für spezielle Marathonausdauer mit Belastungsangaben: Marathongeschwindigkeit (18-25km) spezielle extensive Ausdauer (19-30km, lange Wiederhol. 2-7km, 100-102%, Wiederhol. 0.5-1.0 km, 97%) spezielle intensive Ausdauer (15-23km, kurze Wiederh. 0.5-1.0 km, 103%, Wiederh. 0.5-1.0km, 97%) spezieller Ausdauerlanglauf (30-35km, 98-100%) Spezieller Marathongeschwindigkeitsblock (10km/ 85%, 10-15km/100-103%) Zu 3. Es werden 3 Perioden unterschieden: 1. Allgemeine Vorbreitungsperiode (6-8 Wochen) 2. Grundlagenvorbereitungsperiode (8-10 Wochen) 3. Spezielle Vorbereitungsperiode (6-8 Wochen) Für alle 3 Perioden werden in Tabellen die physiologischen und technischen Ziele sowie der angewandten Methoden und Belastungen angegeben. Zu 4. Es wird zwischen 1. langsamer Muskelfasertyp und 2. schneller Muskelfasertyp unterschieden sowie Hinweise für das differenzierte Training werden gegeben.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:Österreichisches Journal für Sportmedizin
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1997
Ausgabe:Wien 27(1997)3-4, S. 83 - 102, 11 Tab.
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel