Kinetic energy of body segments in drop jump execises

(Die kinetische Energie der Körpersegmente bei Tiefsprung - Übungen)

In Sportarten wie den Sprint- und Sprungdisziplinen, in denen explosive Bewegungen erzeugt werden, sind die elastischen Merkmale des Muskel- und Skelettsystems äußerst wichtig. Zur Entwicklung der mechanischen und Steuerfähigkeiten des neuromuskulären Systems werden häufig Tiefsprünge im Training eingesetzt. Diese Sprünge eignen sich unter Einsatz verschiedener Absprunghöhen auch gut zur Feststellung des Adaptationsgrades des lokomotorischen Systems und der Toleranzfähigkeit hoher mechanischer Belastungen. Ziel der Studie war die Analyse der Veränderungen der kinetischen Energie der Körpersegmnente durch den Einsatz unterschiedlicher mechanischer Belastungen sowohl in Streck- als auch in Abdruckphasen. Als Probanden dienten vier Spitzen-Sprinter, die 6 Tiefsprünge aus 25, 40, 55 und 70 cm zu absolvieren hatten. Die jeweiligen Bodenreaktionskräfte wurden registriert, außerdem einige Winkeldaten. Es erfolgte eine Analyse der Positionen der Massezentren der einzelnen Körpersegmente sowie des Gesamt-KSP. Die Veränderung der Winkelgeschwindigkeiten und der relativen Muskellängen wurden ermittelt, außerdem die kinetische Energie von Fuß, Unterschenkel, Hüfte und Oberkörpermassezentrum. Die ermittelten Daten wurden zu den unterschiedlichen Sprunghöhen in Beziehung gesetzt. Ergebnisse und Schlußfolgerungen: Die kinetische Energie der Körperteilsegmente am Ende des Abdrucks war bei den Sprunghöhen 25 und 40 cm höher als die kinetische Energie beim Aufsetzen, was Ausdruck für eine posi- tive Energiebalance ist. Bei der Absprunghöhe von 55 cm war die Energiebalance gleich Null und bei 70 cm war sie negativ. Damit wird deutlich, daß bei den höchsten Streckbelastungen die elastische Steife der Muskeln überschritten wurde. Die Streckgeschwindigkeiten nahmen in allen Muskeln mit steigender Absprunghöhe zu. Es konnte jedoch kein signifikanter Unterschied in der vertikalen Sprungleistung beim Absprung aus den unterschiedlichen Höhen gefunden werden. Die Probanden waren in der Lage, die steigende Streckbelastung, die einen höheren vertikalen Impuls bei der Abwärtsbewegung erzeugt, zu verringern.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Naturwissenschaften und Technik
Veröffentlicht in:ISBS - Conference Proceedings Archive (Konstanz)
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1996
Ausgabe:Lissabon: Edicoes FMH, 1996. - S. 481-484: 1 Abb., 2 Tb., 7 Lit.
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch mittel