Physiological analysis of qualities required in sprinting
(Physiologische Analyse der erforderlichen Leistungsvoraussetzungen im Sprint)
Beitrag wurde gehalten im Rahmen des XX. Kongresses der Europäischen Leichtathletik-Trainer-Vereinigung "Die Rolle der Schnelligkeit in der Leichtathletik" in Rom vom 6.-7. Januar 1996.
Die Analyse der Leistungsvoraussetzungen für den Sprint aus physiologischer Sicht betrachtet
1. die biomechanischen Qualitäten,
2. die metabolischen Charakteristika und
3. die motorische Steuerungsfähigkeit,
die detailliert diuskutiert werden.
Ein neunwöchiges Experiment mit 9 Probanden auf dem Fahrradergometer stellte die Basis für einige wichtige Schlußfolgerungen bezüglich o.g. drei Faktoren dar.
Die Abbildungen stellen ausgewählte Ergebnisse dar:
Abb. 1: Verhältnis Vopt - Pmax
Abb. 2: Deutlicher Anstieg der Maximalkraft (Pmax) bei nur sehr geringem Anstieg der optimalen Kraft (Vopt)
Abb. 3: Sprintschnelligkeit und Laktat
Abb. 4: Reaktive Leistung und Sprint
Abb. 5: Laktat und reaktive Leistung bei 100m
Einige Schlußfolgerungen:
1.
Unverzichtbare Voraussetzung für die Entwicklung der Maximalkraft ist die höchstmögliche Geschwindigkeit.
2.
Vopt scheint eher genetisch bedingt als trainierbar zu sein.
3.
Nur die Sportler, die von Natur aus über einen höheren Anteil schnell kontrahierender Muskelfasern verfügen und diesen auch im Trasiningsprozeß aufrechterhalten können, können die für den Sprint erforderlichen biomechanischen Qualitäten entwicklen.Die selben Merkmale sind auch für die metabolischen Qualitäten des Muskels und die Aktivierung der langsamen Isoforme in den schweren Myosinketten verantwortlich.
4.
Die reaktive Kraft/Leistung wächst proportional zur Länge der Wettkampfstrecke (von 60 bis 200 m).
5.
Auf Strecken von 100 bis 200m hält der Sportler umso besser seine Höchstgeschwindigkeit, je größer die reaktive Kraft ist. 6.
Nach einem 100m-Renen steigt die Blutlaktatkonzentration an, so wie sich die reaktive Kraft erhöht.
Erklärung:
Die reaktive Kraft ermöglicht eine Veringerung der Bodenkontaktzeit, was der Beibehaltung einer hohen Laufgeschwindigkeit zuträglich ist. Die Beinmuskeln haben so die Möglichkeit, bei einer dem Optimum nahen Geschwindigkeit zu kontrahieren und produzieren gleichzeitig mehr Leistung.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin Kraft-Schnellkraft-Sportarten |
| Veröffentlicht in: | New Studies in Athletics |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
1996
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| Ausgabe: | Monaco 11(1996)2-3, S. 59-62, 5 Abb. |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch mittel |