Competition analysis at the World Swimming Championships
(Wettkampfanalyse bei den Weltmeisterschaften im Schwimmen)
Im Australischen Schwimmverband werden für die biomechanische Analyse von Wettkämpfen folgende Werte erhoben: 15-m-Startzeit, für jeweils 25 Meter die Werte Zuglänge, Zugfrequenz, Schwimmgeschwindigkeit, Effektivitätsindex, für jede Bahn die Wendezeit (2*7.5m) und die Zeit auf den letzten fünf Metern des Rennens insgesamt. Die Werte für Zuglänge, Zugfrequenz und Schwimmgeschwindigkeit werden gleichfalls als Mittelwert für die gesamte Distanz ermittelt.
Bei den WM 1994 in Rom wurden für alle Teilnehmer an den A- und B-Finals biomechanische Analysen angefertigt. Bei den statistischen Analysen der sportlichen Leistung wurden die Mittelwerte wie auch die Start- und Zielzeiten mit den Endzeiten im Wettkampf in Beziehung gesetzt. Bei Ermittlung einer signifikanten Korrelation wurden weitergehende Analysen durchgeführt.
Bei den Analysen war die durchschnittliche Schwimmgeschwindigkeit mit einer hohen Korrelation zur Endleistung gekennzeichnet. Dabei waren in vielen Wettbewerben die Ergebnisse bei den Frauen denen der Männer sehr ähnlich. Bei den 100-m-Rennen war die zweitwichtigste Variable die Wendezeit (r=0.88 zum Beispiel für 100-m-Rücken). Beim 100-m-Brustrennen wurden die Durchschnuittsgeschwindigkeit (r=0.91), die Startzeit (r=0.63) und die Wendezeit (r=0.5) als die Werte mit der höchsten Korrelation mit der Endzeit ermittelt. Das galt in gleicher weise für Frauen und Männer. Bei den 200-m-Rennen war die Reihenfolge 1. Durchschnittsgeschwindigkeit, 2. durchschnittliche Wendezeit und 3. Startzeit. Beim Vergleich der durchschnittlichen Zeiten pro Bahn zeigte sich bei den Männern eine höhere Signifikanz bei den ersten Bahnen, während bei den Frauen die hinteren Bahnen eine größere Signifikanz aufwiesen. Auf den langen Freistilstrecken wurde nach den durchschnittlichen Schwimmgeschwindigkeiten eine hohe Signifikanz der Startzeiten ermittelt, was für das Training zu Konsequenzen führen sollte. Für die Variablen Zuglänge, Zugfrequenz und Effektivität wurde eine ausgeprägte individuelle Bedeutung ermittelt. - H. Sandner -
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| Notationen: | Naturwissenschaften und Technik Ausdauersportarten |
| Veröffentlicht in: | ISBS - Conference Proceedings Archive (Konstanz) |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
1995
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| Ausgabe: | Thunder Bay: Lakehead University (Hrsg.), 1996. - S. 64 - 66 |
| Dokumentenarten: | Kongressband, Tagungsbericht |
| Level: | hoch mittel |