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Keys to an efficient breaststroke

(Schlüssel für ein effektives Brustschwimmen)

Brustschwimmer benötigen neben Talent weitere Vorzüge, z.B. enge Hüften, ausgeprägte Gelenkbeweglichkeit, große Füße sowie ein Überwiegen der schnell kontrahierenden Muskelfasern. Hyperaktivität schadet nicht. Zur Technik: Outsweep: Hände unmittelbar unter der Wasseroberfläche, Daumen zeigt nach unten, danach werden die Hände bis ca. 20-30 cm unter die Ellbogen geführt. Hiernach erfolgt eine explosivkräftige Rückführung. Während des Outsweep sollte der Schwimmer den Wasserdruck am inneren Unterarm spüren. Hierbei sollte der Sportler einen Katzenbuckel bilden, d.h. die Schultern werden zu den Ohren hochgezogen. Eine hohe Beschleunigung während der Rückführphase ermöglicht ein weites Nach-hinten-Ziehen der Arme während des Nach-unten-Tauchens in der Out- und Insweepphase ohne Verlust an Auftrieb. Eine zu geringe Beschleunigung führt zu einem Tiefersinken des Körpers. Verf. plädiert für ein weiteres Nach-vorn-Neigen des Kopfes beim Abtauchen während der Rückführphase. Das Abbeugen des Kopfes sollte einsetzen, wenn sich die Hände vom Gesicht weg nach vorn zu bewegen beginnen, da hierduch die Stromlinienförmigkeit verstärkt werden kann, die für einen effektiven Beinschlag wichtig ist. Beim Nach-vorn-Führen sollten die Hände eine Zelthaltung einnehmen und sich an bzw. leicht unter der Oberfläche bewegen. Die Ellbogen sollten nach innen gedrückt werden. Beim Beinschlag tritt Verf. eher für einen engeren Ausschlag ein, überläßt aber die Wahl der Amplitude den individuellen Voraussetzungen entsprechend. Das Rückführen sollte mit hoher Ferse und schnell erfolgen. Dies wird korrekterweise durch ein ausschließliches Beugen der Knie, nicht aber der Hüfte erreicht. Eine ausgeprägte Fußgelenkbeweglichkeit ist für Brustschwimmer unabdingbar, da bei hoher Ferse und nach außen gedrehtem Fuß die Fußsohle nach hinten zeigen sollte, wobei die Hüfte nur minimal bewegt wird. Auch während des Nach-hinten- und Nach-innen-Führens der Füße sollte die Fußgelenkbeugung so erfolgen, daß ein minimaler Widerstand und maximaler Vortrieb erreicht werden. Beim Nach-hinten-Führen der Beine stehen die Knie außerhalb der Schulterbreite. In der Endphase werden die Füße schnell nach hinten innen gedreht, bevor sie explosiv zusammengeführt werden. Die Fußgeschwindigkeit ist entscheidend, sie wird durch die Kniestreckung gesteuert. Daher sind starke Kniegelenke und bewegliche Fußgelenke äußerst wichtig. Ein effektiver Beinschlag wird durch das Abbeugen des Kopfes während der Rückführung der Arme unterstützt. Eine zu aufrechte Körperposition ist ungünstig, daher wurde sie beispielsweise bei einem der besten Brustschwimmer, Jeremy Linn, korrigiert. Viele Fehler treten bei Start und Wenden auf. Der Kopf sollte tief liegen, das Kinn auf der Brust liegen, bis sich die Hände für den ersten Armzug lösen. Häufig wird der Kopf zu früh erhoben. Ein weiterer häufiger Fehler ist die Armrückführung nach dem Abstoß. Die Ellbogen sollten gegen die Rippen gedrückt werden, Hände und Unterarmne sollten eng unter den Oberkörper geführt werden, sich überkreuzen, wenn sie die Magengegend passieren und dann eng am Körper entlang stromlinienförmig nach vorn gleiten. Häufig werden jedoch die Ellbogen zu weit auseinander einfach nach vorn gehoben, was den Vortrieb und die Geschwindigkeit reduziert. Training: Das Landtraining zu Saisonbeginn ist für Brustschwimmer von großer Bedeutung. Spezielles Stretching und Beweglichkeitstraining hat beispielsweise enorme Bedeutung für die Verletzungsprophylaxe. Im Wasser werden die technischen Komponenten trainiert, u.a. mit Hilfe von Videotechnik. Anfangs liegt die Konzentration vor allem auf der Armbewegung, später kommt verstärktes Beintraining hinzu (größtenteils ohne Brett). Die längste zu trainierende Strecke - ausschließlich Beine - beträgt bei Verf. 3500y. In der Mitte der Saison werden etwa 40-50% des Trainings als Beine-Trainiung absolviert. Einige Beispiele für das technikorientierte Training für Brustschwimmer werden angeführt.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:Swimming Technique
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1997
Ausgabe:El Segundo 33(1997)4, S. 15-17
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel