Some aspects of the acute phase response after a marathon race and the effects of glutamine supplementation

(Einige Aspekte der Akutphasenreaktionen nach einem Marathonrennen und die Wirkungen von Glutaminsupplementierung)

In zwei Untersuchungen des Brüssel' Marathon mit ähnlichen Protokollen wurde der Zeitverlauf in den Veränderungen von Plasmakonzentrationen einiger Aminosäuren (Glutamin, Glutamat, Alanin, Tryptophan und verzweigtkettigen Aminosäuren), Akutphasenproteinen und Zytokinen (Interleukine IL-IAlpha, IL-2, IL-6, Tumor-Nekrose-Faktor Type a)von männlichen Läufer ermittelt. Außerdem wurde die Zahl der zirkulierenden Leukozyten und Lymphozyten gemessen. Aminosäure- und Zytokinkonzentrationen wurden bisher nicht gleichzeitig bei Marathonläufern gemessen. Neu ist die Messung einiger dieser Parameter am Morgen nach dem Marathon (16 Stunden)und die Gabe von Glutamin versus Placebo für Marathonläufer in der 2. Untersuchung. Ergebnisse: Die Plasmaspiegel von Glutamin, Alaanin und verzweigtkettigen Aminosäuren sanken in beiden Untersuchungen kurz nach und 1 Stunde nach dem Marathon. Die Plasmaspiegel aller Aminosäuren kehrten 16 Stunden nach Belastung auf das Vorbelatungsniveau zurück. Der Plasmaspiegel des komplementären Anaphylotoxins C5a stieg nach dem Marathon abnormal, vermutlich infolge des Gewebeschadens, der das Komplementärsystem aktivierte.16 Stunden nach dem Marathonlauf war ebenfalls ein Anstieg im Plasma-C-reaktiven Protein zu verzeichnen. Unbeeinflußt blieb der Plasmaspiegel von IL-1alpha, während der von IL-2 16 Stunden nach Belastung erhöht war. Kurz nach Belastung und 1 Stunde nach Belastung war IL-6 deutlich erhöht (45fache). Neopterin, ein Marker für die Makropagenaktivität, war nach Belastung signifikant erhöht. Unmittelbar nach dem Marathonrennen trat eine deutliche Leukozytose auf, die 16 Stunden wieder normal war. Gleichzeitig war ein Abfall in der Zahl der T-Lymphozyten zu verzeichnen, die innerhalb einer Stunde weiter bis unter das Vorbelastungsniveau sank. Die Glutaminsupplementierunf scheint keinen Einfluß auf die Lymphozytenverteiltung zu haben.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:European Journal of Applied Physiology
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1997
Ausgabe:Berlin 75(1997)1, S. 47 - 53, 1 Abb., 2 Tab., 41 Lit.
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel