The effect of medium altitude training on sea-level performance of elite distance runners

(Die Wirkung von Training in mittlerer Höhe auf die Leistung auf Meereshöhe von Langstreckenläufern der Spitzenklasse)

Als Probanden beiteiligten sich 18 gut trainierte Läufer aus vier Ländern an diesem Projekt. Ihr Durchschnittsalter lag bei 26,7 Jahren und ihr VO2max-Wert bei 73,2 ml/kg.min. Die Probanden absolvierten auf N.N. ein 3,2-km-Zeitlauf. Danach wurden die Läufer jeweils in Paaren zusammengestellt, bei denen die zwei Partner jeweils keine signifikanten Differenzen bei der 3,2-km-Zeit, bei VO2max, der Ausdauerzeit auf dem Laufband, beim Gesamthämoglobin, Hämatokrit sowie beim absolvierten Trainingsprogramm und der Spezialdisziplin aufwiesen. Ein Läufer eines jeden Paares absolvierte dann ein vierwöchiges Training auf N.N., der andere in der Höhe (Charlotte Pass Village, 1760 m bei einer variierenden Trainingshöhe zwischen 1700 und 2000 m, eine Trainingseinheit pro Woche in 630 m Höhe auf einer Tartanbahn ). Alle zehn Tage wurden Bluttests durchgeführt. Eine Woche nach Abschluss des Höhenaufenthaltes wurden alle Untersuchungen wiederholt, die vor dem Training bereits durchgeführt worden waren. Außerdem wurde der Eisenstatus aller Probanden ermittelt. Die Bluttests umfassten Plasmaferritin, Hämatokrit, Anzahl roter Blutzellen, Erythropeitin, Reticulozyten, 2,3-DPG, Haptoglobin und Blutgase. Das Gesamthämoglobin des Blutes wurde vor und nach dem Training gemessen. Das absolvierte Training konzentrierte sich auf die aerobe Konditionierung, wozu Intervalltraining auf einer synthetischen Laufbahn oder im Gelände durchgeführt wurde. Es wurde wiederholt in hügeligem Gelände trainiert, Trainingsstrecken lagen zwischen 5 und 25 km. Es wurden folgende Parameter ermittelt: Höhentrainingsgruppe N.N.-Trainingsgruppe Tests auf N.N. vor nach vor nach VO2max 4.73 4.88 4.87 4.88 HR 16 kph 0% 156 148 152 152 Hämoglobinkonzent. 15.2 15.9 15.0 15.2 Total Hgb (g) 982 989 1007 986 Maximalzeit 18 kph 10 % (sek.) 172 170 168 190 3.2-km-Zeit (sek.) 558 548 557 548 Die Ergebnisse geben deutliche Hinweise auf eine Verbesserung der aeroben Leistungsfähigkeit der Höhentrainingsgruppe. Die submaximale Herzschlagfrequenz wurde reduziert, was einen weiteren Hinweis darauf liefert, dass der dreiprozentige Anstieg von VO2max in der Höhe kein Zufall war. Allerdings erreichte die N.N.-Trainingsgruppe im kurzen Untersuchungszeitraum die relativ bessere Leistung bei 3-km-Zeittest. Die Verbesserungen der Höhentrainingsgruppe werden aeroben Mechanismen zugeschrieben, während die Verbesserungen der N.N.-Gruppe einem Schnelligkeitsausdauerfaktor zugeordnet werden.
© Copyright 1996 Australian conference of science and medicine in sport, Hotel Grand Chancellor, Hobart 17-20 October 1995. Veröffentlicht von Eigenverlag. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Trainingswissenschaft Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:Australian conference of science and medicine in sport, Hotel Grand Chancellor, Hobart 17-20 October 1995
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: Hobart Eigenverlag 1996
Seiten:390-391
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch mittel