Vattenlöpning for medeldistans och langdistans
(Laufen im Wasser für Mittel- und Langstreckenläufer)
Die Probandengruppe bestand aus 12 Junioren und Erwachsenen, die dem schwedischen Leistungskader zugeordnet werden. Die Kontrollgruppe bestand aus acht Läufern des gleichen vereins mit ähnlichem Leistungsniveau. Pro Woche trainieren diese Läufer sechs bis zehn Einheiten. Die Testgruppe führte ihr Wasserlauftraining ab der 43. Woche durch und das dann zweimal wöchentlich zehn Wochen lang. Es gab dabei eine achtwöchige Unterbrechung, während der die Mehrzahl der Kader Hallenwettkämpfe bestritt. Eine zweite Testperiode begann in der 9. Woche und lief zehn Wochen mit kontinuierlichem Wasserlauftraining. Vor und nach den Trainingsperioden wurden Tests absolviert. Die Tests untersuchten in erster Linie die Maximalkraft, die Kraftausdauer, die Explosivkraft und die absolute Schnelligkeit. Außerdem wurde die aerobe und die anaerobe Leistungsfähigkeit gemessen. Als Test wurde der Mann Whitney U-Test eingesetzt. Bei den Tests kam das Biodex-System zum Einsatz. Außerdem wurden traditionelle Sprungtests (maximale Sprungweite und Sprungausdauer), ein 30-m-Lauf mit fliegendem Start und der Fahrradergometertest von Astrand verwendet. Die Schwellenwerte wurden mit Blutproben ermittelt. Im Ergebnis wurde festgestellt, daß Läufe im Wasser hinsichtlich der Ausdauer die Rückseite der Oberschenkel stärker entwickeln als die Vorderseite. Die Ursache dafür kann darin liegen, daß die Läufer aufgefordert wurden, die sporttechnischen Abläufe beim Wasserlauf bewußt und sehr korrekt zu vollziehen (wichtige Bedeutung der Pendelbewegung des Unterschenkels). Eine mögliche Erklärung dafür, daß unsere Tests der Kraftausdauer keine größere Entwicklung der Kniegelnksmuskulatur ergaben, kann darin gesehen werden, daß die Hüftbeugermuskulatur einen sehr großen Teil der Wasserarbeit verrichtet und die Kniegelenksmuskulatur nicht in gleichem Maße belastet wird. Der Fahrradergometertest ergab für beide Gruppen eine größere Verbesserung als man sie oftmals bei Tests der aeroben Leistungsfähigkeit bei Leistungssportlern ermittelt. Verbesserungen um 3 - 7 ml/min/kg im Mittelwert entsprechen einer Veresserung zwischen 5 und 10 Prozent. Für eine Trainingsperiode von 8 bis 10 Wochen ist das ein gutes Ergebnis. Allerdings wurde zwischen den beiden kein signifikanter Unterschied festgestellt. Das bedeutet, daß mit Wasserläufen die aerobe Leistungsfähigkeit nicht schlechter als mit normalen Läufen entwickelt wird. Ein Läufer der sein Umfangstraining aus Angst vor Verschleißerscheinungen nicht erweitern kann oder will, kann deshalb gut und gerne eine zusätzliche Einheit mit Wasserläufen einschieben. Die Untersuchungen ergaben keinen Hinweis darauf, daß die Maximalkraft, die Explosivkraft und die absolute Schnelligkeit durch das Wassertraining weiter verbessert werden.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Ausdauersportarten |
| Sprache: | Schwedisch |
| Veröffentlicht: |
1994
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| Ausgabe: | 1994. - 8 S.: 1 Abb.,Farsta, Centrum för Prestationsutveckling, Forschungsbericht, 1994 |
| Dokumentenarten: | Forschungsergebnis |
| Level: | hoch mittel |