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Der Wechsel im Triathlon. Belastungsübergang vom Radfahren zum Laufen

Die Ausdauersportart mit ihren zwei Wechseln der Sportarten und damit auch der Bewegungs- und Beanspruchungsmuster erst vom Schwimmen zum Radfahren und dann zum abschließenden Laufen gehört sicherlich zu denen mit den extremsten körperlichen Belastungen innerhalb eines Wettkampfs. Und dies gilt nicht nur für den "Vater aller Triathlons", den Ironman mit mindestens 8 Stunden Wettkampfzeit, sondern auch bereits für die olympische Distanz, für die die weltbesten Frauen knapp unter 2 Stunden und die besten Männer um 1:45 Stunden benötigen. Denn ist nicht nur die mehrstündige Ausdauerbelastung die zählt, natürlich muss auch beachtet werden, dass durch den Wechsel der muskulären Beanspruchung und der Bewegungsmuster eine Situation entsteht, die so nahezu einmalig ist. Es ist eben auch die Wechselwirkung der einzelnen Disziplinen, die die Faszination der Sportart, aber eben auch die besondere sportliche Herausforderung im Triathlon darstellt. Gerade der zweite Wechsel mit einer fortgesetzten Belastung einer bereits ermüdeten Muskulatur, die sich nunmehr aber auf veränderte Arbeitsbedingungen einstellen muss, führt nicht selten zu Problemen. Diese werden von den Sportlerinnen und Sportlern auch so empfunden. Angesichts der Bedeutung dieses Themas für das Endergebnis im Triathlon widmet sich die vorliegende Arbeit dem Wechsel von der Rad- zur Laufstrecke. Dazu wurden Labortests auf dem Fahrradergometer (40 km bzw. 20 km) gefolgt von einer Laufbandbelastung über 2.000 m durchgeführt. Während des Tests wurden kinematische und elektromyografische Daten erfasst und die Probanden nach ihrem subjektiven Belastungsempfinden befragt. Daraus konnten zum Beispiel Informationen zur durchschnittlichen Geschwindigkeit, zur Tretfquenz sowie zur Herzfrequenz im Radfahren gewonnen werden wie auch zu Schrittlängen oder -frequenzen und Körperwinkeln während des Laufs. Außerdem ermittelt wurden Informationen zur intra- und intermuskulären Koordination der beteiligten Muskeln. Die Ergebnisse deuten auf spezifische Anpassungen auf muskulärer Ebene hin und unterstreichen, dass das Triathlontraining diese sich aus dem Wechsel der Bewegungsanforderungen ergebende Spezifik entsprechend beachten muss.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten Trainingswissenschaft Biowissenschaften und Sportmedizin
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Saarbrücken VDM Verlag Dr. Müller 2008
Ausgabe:Saarbrücken: VDM Verlag Dr. Müller, 2008. - 103 S.
Seiten:103
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch