1267

Schwimmen - Lernen und optimieren, Bd. 26

In ihrem 2006 vorgelegten 26. Band der trainingsmethodischen Reihe im Schwimmen greifen die Autoren der deutschen Schwimmtrainer-Vereinigung eine Mischung von aktuellen, neuen Erkenntnissen zur Entwicklung des modernen Hochleistungssports auf und präsentieren diese zusammen mit zwei Beiträgen der US-amerikanischen Schwimmtrainerlegende Counsilman aus den 70er Jahren. So werden die Analyseergebnisse der Fachgruppe Schwimmen des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft Leipzig zu den XI. Schwimmwelttitelkämpfen 2005 im kanadischen Montreal zur Wettkampfleistung weltbester Schwimmer, zur Struktur der Wettkampfleistung in den verschiedenen Schwimmlagen (Start, Wende, zyklische Bewegung) im Vergleich mit der aktuellen Situation im deutschen Schwimmsport vorgestellt.Im Anschluss daran reflektiert der langjährige verantwortliche Trainer im Deutschen Schwimmverband, Ralf Beckmann, Erfahrungen und Erkenntnisse zur Entwicklung des nationalen und internationalen Schwimmsports in den zurückliegenden Jahren und Jahrzehnten und betrachtet diese insbesondere unter Trainingsgesichtspunkten. Die von ihm zusammengestellten Positionen gehen aber weit über das Training hinaus, umfassen auch Fragen der Veränderung des Wettkampfsystems oder der Persönlichkeitsentwicklung weltbester Schwimmer, der Struktur von leistungssportlich orientierten Sportverbänden oder den möglichen Richtungen und Organisationsformen trainingswissenschaftlicher Forschung im Schwimmen. Letztlich kehrt er aber immer wieder zu Kernfragen des Trainings, der Belastungsgestaltung oder der Leistungsstruktur zurück und präsentiert dazu seine Standpunkte. In den beiden folgenden Beiträge werden Probleme des Techniktrainings im internationalen Schwimmsport und ihrer vergleichenden Analyse insgesamt thematisiert bzw. das Problem der effektiven Gestaltung des Wendentrainings aufgegriffen. Der danach folgende thematische "Schnitt" ist gewollt und führt den Leser gut 30 Jahre zurück in den Hochleistungsschwimmsport der 70er Jahre. Die beiden Beiträge von Counsilman zu physiologischen Grundlagen und trainingsmethodischen Ableitungen aus der Sicht eines sehr erfolgreichen Trainers verbinden dieses praktische Wissen und seine Erfahrungen mit einem umfassenden physiologischen Wissen und vielen praktischen Überlegungen und Folgerungen von einfach zu ermittelnden Daten, von Puls- und Atemfrequenzen - und nicht von Blutlaktatwerten, die damals die Trainingsplanung wesentlich mitbestimmt haben und aus denen Ableitungen für die nächsten Trainingsetappen gezogen wurden. Sie sind ein interessanter Rückblick auf eine Periode der angewandten Trainingswissenschaft im Schwimmsport, in der bereits wissenschaftliche Methoden und Verfahren von Trainern und Wissenschaftlern gemeinsam zur Leistungssteigerung der Schwimmerinnen und Schwimmer eingesetzt wurden. Inhaltsverzeichnis: J. Graumitz & J. Küchler: Ergebnisse aus einer Wettkampfbeobachtung bei den XI. Weltmeisterschaften im Schwimmen in Montreal 2005 R. Beckmann: Persönliche Erfahrungen im Schwimmsport und Rückschlüsse für die Trainings- und Wettkampfpraxis C. Vandenhirtz: Technikbeobachtungen im internationalen Vergleich W. Leopold: Zum Training der Wenden im Schwimmen J. Counsilman: Training unter Sauerstoffmangel J. Counsilman: Schnelligkeitsübungen für schnelle Muskelarbeit - und für schnellere Schwimmer
© Copyright 2006 Veröffentlicht von Deutsche Schwimmtrainer-Vereinigung e. V.. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten Trainingswissenschaft
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Beucha Deutsche Schwimmtrainer-Vereinigung e. V. 2006
Ausgabe:Beucha: DTSV, 2006.- 108 S.
Seiten:108
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch