Wechselwirkungen zwischen Schlaf und Leistung im Hochleistungsradsport

Die Resultate des Forschungsprojekts zeigen, dass der Schlaf über den Verlauf einer Straßenrundfahrt starken Schwankungen unterliegt. Die Veränderungen der Schlafparameter können dabei durch unterschiedliche Faktoren erklärt werden: Die ungewohnte und ständig wechselnde Schlafumgebung dürfte wohl einen Hauptgrund darstellen. Die Athleten, die höhere Tiefschlafanteile aufwiesen, berichteten im Rennen über geringere physische Erschöpfung. Dem Tiefschlaf wird unter anderem die Funktion der physiologischen Regeneration zugesprochen und dürfte dadurch diesen Befund erklären (Horne, 1992). Die sportliche Leistung im Straßenradsport ist als äußerst komplex einzustufen und deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sich kein direkter Zusammenhang zwischen der Platzierung im Rennen und verschiedenen Schlafparametern gezeigt hat, jedoch sollten die endgültigen Auswertungen noch abgewartet werden. Bei der erhöhten Belastungsdichte im Hochleistungsradsport wird eine schnellere Entmüdung und problemlose effektive Regeneration immer bedeutungsvoller. Sportler, die einen gestörten Schlaf aufweisen, haben möglicherweise dadurch einen Nachteil in der langfristigen sportlichen Leistung. Für die sport(psychologische) Betreuung ist es deshalb wichtig zu wissen, dass es verhaltenstherapeutische Maßnahmen gibt, um den Schlaf positiv zu gestalten.
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Bibliographische Detailangaben
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Notationen:Trainingswissenschaft Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:BISp-Jahrbuch Forschungsförderung 2009/10
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Bonn 2010
Online-Zugang:http://www.bisp.de/cln_090/nn_113306/SharedDocs/Downloads/Publikationen/Jahrbuch/Jb__200910__Artikel/Roth__219__222,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Roth_219_222.pdf
Seiten:219-222
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch