Eine Triathletin mit negativen T-Wellen im EKG

Negative T-Wellen im EKG führen nicht selten zu differenzialdiagnostischen Schwierigkeiten. Beim Nachweis von negativen T-Wellen ist eine strukturelle Herzerkrankung auszuschließen. Physiologischerweise können negative T-Wellen auch durch Ausdauertraining verursacht sein. Wir berichten über den Fall einer jungen Triathletin mit negativen T-Wellen und belastungsinduzierbaren, ventrikulären Tachykardien ohne Hinweis auf eine strukturelle Herzerkrankung in der nichtinvasiven und invasiven Diagnostik. Nach erfolgloser medikamentöser Therapie konnte mittels Katheterablation eine vollständige kardiovaskuläre Belastbarkeit wiederhergestellt werden. Der Fall zeigt, dass eine pathologische Ursache von T-Negativierungen auch dann weiter in Betracht gezogen werden muss, wenn eine solche mit nichtinvasiven und invasiven Methoden nicht nachgewiesen werden kann. Auch bei klinisch unauffälligen Patienten scheinen deshalb Verlaufskontrollen sinnvoll.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Greven 2005
Online-Zugang:https://www.germanjournalsportsmedicine.com/fileadmin/content/archiv2005/heft05/141-144.pdf
Jahrgang:56
Heft:5
Seiten:141-144
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch