Aufgabenbezogenes Krafttraining für die Kniestrecker im Radsprint
In dieser Arbeit werden Ergebnisse biomechanischer Untersuchungen zum Krafttraining von Spitzensprintern im Radsport vorgestellt. Ausgehend von der Bedeutung der Kniestreckung für die Realisierung der Kurbelbewegung werden verschiedene Ausführungsvarianten der Kniebeuge modellhaft verglichen. Bezugsgröße ist dabei die Abgabe mechanischer Energie sowie deren zeitlicher Verlauf. Es konnte festgestellt werden, daß effektive Kurbelbewegungen (gemessen am Anteil tangential wirkender Kräfte) die Abgabe hoher maximaler Gelenkleistungen in Kniewinkeln von unter 100° notwendig macht. Diese Anforderungen werden nur in Tiefkniebeugen (Beugetiefen von 70° und weniger) realisiert. Die Höhe des Maximums läßt sich sowohl durch die bewegte Masse als auch durch die Bewegungsgeschwindigkeit beeinflussen.
Durch elektromyographische Untersuchungen konnte gezeigt werden, daß bei Tiefkniebeugen mit maximalen Massen die größte Gesamtaktivität in der Kniestreckmuskulatur provoziert wird, während Varianten mit explosiverem Krafteinsatz die "Intensität" der Muskeltätigkeit erhöhen.
Die Ergebnisse bestätigen die Notwendigkeit individueller Analysen und Lösungen für das Krafttraining im Spitzensport.
© Copyright 1995 Zeitschrift für Angewandte Trainingswissenschaft. Meyer & Meyer Verlag. Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Naturwissenschaften und Technik Kraft-Schnellkraft-Sportarten |
| Veröffentlicht in: | Zeitschrift für Angewandte Trainingswissenschaft |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Aachen
1995
|
| Online-Zugang: | https://open-archive.sport-iat.de/sponet/178008.pdf |
| Jahrgang: | 2 |
| Heft: | 2 |
| Seiten: | 84-94 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |