3045808

Kardiologische Risiken und deren Prävention bei Einsteigern und leistungsorientierten Triathleten

Kardiovaskuläre Erkrankungen sind in über 70 % der Fälle von plötzlichen Todesfällen beim Sport die Ursache. Bei Triathlonwettkämpfen ist das Schwimmen die risikoreichste Disziplin. Bei der Eingangsuntersuchung der unter 35-Jährigen sind die Anamnese, die körperliche Untersuchung und das EKG obligat. Weitergehende Untersuchungen sind nicht als "Screening" sondern nur bei pathologischen Befunden indiziert. Bei den über 35-Jährigen ist die Indikation zur weiteren technischen Abklärung mittels Belastungstest und bildgebender Verfahren großzügig zu stellen und beim Vorliegen von Risikofaktoren für eine kardiovaskuläre Erkrankung obligtat. Es ist belegt, dass die Erhebung von Anamnese, körperlicher Untersuchung und Ruhe-EKG einen Großteil der gefährdeten Sportler rechtzeitig identifizieren kann. Längsschnittuntersuchungen zeigen, dass dadurch Todesfälle beim Sport drastisch von 4 pro 100.000 Personen/Jahr auf deutlich unter 1 pro 100.000 Personen/Jahr gesenkt werden konnte. Die Beurteilung der EKGs von Sportlern ist oft schwierig. In den häufigen Zweifelsfällen sollte der Sportmedizinier eng mit einem erfahrenen Kardiologen zusammenarbeiten. Die Empfehlungen zu Folgeuntersuchungen sind uneinheitlich und müssen meist individuell vereinbart werden.
© Copyright 2012 26. Internationales Triathlon-Symposium, Niedernberg 2011. Veröffentlicht von Feldhaus, Ed. Czwalina. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:26. Internationales Triathlon-Symposium, Niedernberg 2011
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Hamburg Feldhaus, Ed. Czwalina 2012
Schriftenreihe:Triathlon und Sportwissenschaft, 23
Seiten:36-42
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch