Physiological variables at lactate threshold under-represent cycling time-trial intensity

(Die physiologischen Kennziffern an der Laktatschwelle unter-repräsentieren die Intensität beim Zeitfahren im Radsport)

Hintergrund: Die Bedeutung der Laktatschwelle (LT) als Leistungsfaktor in Ausdauersprotarten ist allgemein anerkannt. Außerdem hat sich gezeigt, dass sich im Laufen und in ausgewählten anderen Ausdauersportarten die Sportler während der Dauer des Wettkampfes in einem Geschwindigkeits- und VO2-Bereich leicht über der LT bewegen. Frühere Arbeiten belegen jedoch, dass dies für das Zeitfahren im Radsport nicht zutreffen könnte. Das Ziel der Arbeit bestand demzufolge im Vergleich der physiologischen Kennziffern während eines 20km-Zeitfahren mit den der Laktatschwelle korrespondierenden Werten. Methode: 13 Radsportler absolvierten einen Stufentest, beginnend bei 150 W zur Bestimmung der LT (2 mmol/L über der Grundlinie) mit Steigerungen um 20 W alle 4 min. Nach einer 8-minütigen Erholungsphase fuhren die Sportler eine Minute lang bei einer Wattzahl weiter, die dem LT-20W-Wert entsprach, danach wurde die Belastung jede Minute um 20 W bis zur völligen Erschöpfung zur Bestimmung der VO2max erhöht. Zu einem anderen Zeitpunkt wurde ein 20km-Zeitfahren mit selbstgewähltem Tempo durchgeführt. Ergebnisse: Die Mittelwerte für Blutlaktat, Herzfrequenz und %HRmax, VO2 und %VO2max sowie die leistung waren im 20km-Zeitfahren größer als die Werte an der Laktatschwelle. Während des Zeitfahrens fuhren die Sportler länger als 30 Minuten mit einer Intensität gut über der LT. Schlussfolgerung:' Während eine hohe Korrelation zwischen LT und Leistung bestehen kann, kann sie nicht repräsentativ für das Renntempo im Zeitfaren sein und ist deshalb fragwürdig für die Beschreibung der Trainingsintensität im Zeitfahren im Wettkampf-Radsport.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:The Journal of Sports Medicine and Physical Fitness
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 2002
Ausgabe:Torino 42(2002)4 S. 396-402, 1 Abb., 1 Tab., 31 Lit.
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel